Militärtransporter: Deutschland verringert offenbar A400M-Bestellung
zuletzt aktualisiert: 22.04.2010 - 14:28Berlin (RPO). Deutschland will die Zahl der bestellten Militärtransporter A400M offenbar reduzieren und zudem deren Ausstattung abspecken. Laut einem Medienbericht soll sowohl Stückzahl als auch technische Ausstattung reduziert werden.
"Eine haushaltsneutrale Umsetzung des Mehrbedarfs soll für den deutschen Programmanteil überwiegend durch eine Reduzierung der Stückzahl sowie durch den Verzicht auf das technische Ausrüstungspaket vollautomatisches Tiefflugführungssystem" erreicht werden, heißt es in einem Dokument des Bundesverteidigungsministeriums, wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires am Donnerstag berichtete.
Der Flugzeugpreis soll einer vertraglichen Preisgleitklausel unterliegen. Die Auslieferung des ersten A400M an Deutschland sei laut Dokument für den November 2014 vorgesehen.
Airbus hatte sich 2003 gegenüber den sieben Bestellnationen Deutschland, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Luxemburg, Spanien und Türkei verpflichtet, 180 Maschinen zu einem Festpreis von 20 Milliarden Euro auszuliefern. Das gesamte Entwicklungsprogramm für den europäischen Militärtransporter kam jedoch drei Jahre in Verzug und verursachte Mehrkosten von 5,2 Milliarden Euro. Deutschland hatte vom A400M ursprünglich 73 Flugzeuge bestellt, diese Order jedoch auf 60 Maschinen für gut acht Milliarden Euro reduziert. Im Dezember 2009 hatte der A400M seinen Jungfernflug.
A400M feiert Premiere auf der ILA
Der Militärtransporter A400M soll auf der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung ILA Anfang Juni am Flughafen Schönefeld seine öffentliche Weltpremiere feiern. Das teilte die Messe Berlin GmbH am Donnerstag mit. Das teuere Flugzeug werde auch im Flug auf der Messe vom 8. bis 13. Juni zu sehen sein.
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