Südländer weiterhin stark - Norden holt auf: Die stärksten Bundesländer: Sachsen-Anhalt überholt fast alle
zuletzt aktualisiert: 08.06.2007 - 14:43Berlin/Köln (RPO). Baden-Württemberg gewinnt das Bundesländerranking 2007. Auf den zweiten Platz kommt Sachsen-Anhalt, gefolgt von Hamburg. Die wissenschaftliche Studie vergleicht die deutschen Bundesländer an Hand von 33 ökonomischen und standortrelevanten Indikatoren vom Bruttoinlandsprodukt bis zur Investitionsquote.
Ausschlaggebend für die Platzierung im Dynamik-Ranking sind ausschließlich die Veränderungen zwischen 2004 und 2006. In Auftrag gegeben wurde die Untersuchung von der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) und der "Wirtschaftswoche".
"Das Bundesländerranking 2007 zeigt eindrucksvoll, dass Länder, die eine kontinuierliche Wachstumspolitik betrieben haben, davon jetzt profitieren" lobt Max A. Höfer, Geschäftsführer der INSM, die wirtschaftliche Entwicklung des Siegers Baden-Württemberg. Den Spitzenplatz erringt das "Ländle" vor allem durch den massiven Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts, das zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent zunahm und damit weit vor dem durchschnittlichen Anstieg von 3,6 Prozent liegt.
Rang zwei im Dynamikranking 2007 belegt Sachsen-Anhalt, das sich in den letzten Jahren konsequent nach vorn gearbeitet hat und in diesem Jahr das dynamischste Bundesland im Osten ist. Verantwortlich für diesen Sprung an die Spitze ist die hervorragende Entwicklung bei der Arbeitsproduktivität, die zwischen 2004 und 2006 um 5,4 Prozent stieg. Bundesweit waren es durchschnittlich nur 3,0 Prozent.
Hamburg sorgt für Überraschung
Für die größte Überraschung im Dynamikranking sorgt der Stadtstaat Hamburg, der sich im Vergleich zum Vorjahr um sieben Ränge von Platz zehn noch vor Bayern auf den dritten Platz schieben konnte. "Hamburg profitiert von der Globalisierung: Fast zehn Prozent der 500 umsatzstärksten Unternehmen haben ihren Sitz in Hamburg", erläutert Klaus Methfessel, stellvertretender Chefredakteur der "Wirtschaftswoche", das Ergebnis.
Bei einer Zuordnung der 16 Bundesländer in die Großregionen Nord, Süd, West und Ost liegt der Süden, bedingt durch die exzellente wirtschaftliche Dynamik Baden-Württembergs und Bayerns, erneut vorn. Dank der guten Performance der Stadtstaaten Hamburg und Bremen konnte sich der Norden in diesem Jahr vom vierten auf denzweiten Platz vorschieben. Die Bundesländer im Osten liegen dabei sogar noch vor denen des Westens.
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