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Berlin
Die wichtigsten Neuheiten der IFA

Fotos: Die IFA-Trends 2015 im Überblick
Fotos: Die IFA-Trends 2015 im Überblick FOTO: dpa, av
Berlin. In dieser Woche startet die Elektronikmesse in Berlin. Die Branche ist wegen sinkender Umsätze unter Druck. Erschwingliche Ultra-HD-Fernsehgeräte und mitdenkende Haushaltsgeräte sollen es in diesem Jahr richten. Von Danile Fiene

"Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist die Schönste im ganzen Land?" Das Märchen von Schneewittchen wird ab Freitag für die Besucher der Internationalen Funkausstellung in Berlin Realität. Dann zeigt Samsung neben Smartphone und Smartwatch auch den "smarten" Spiegel. Als Teil von virtuellen Umkleidekabinen können Kunden unzählige Kombinationen aus Kleidung, Accessoires und Make-up ausprobieren. Die digitale Welt erobert nicht nur das Heim, sondern auch den Handel. Das ist einer der Trends, den die 250 000 erwarteten Besucher bis zum 9. September bestaunen können.

Für die Hersteller stellt sich eine andere Frage: "Wer ist die Schärfste im ganzen Land?" Die Ultra-HD-Fernsehgeräte gehörten schon im vergangenen Jahr zum Standard auf der IFA, doch in diesem Jahr werden sie auch für die Kunden erschwinglich. Einzelne aktuelle Marken-Fernsehgeräte werden bereits für 700 Euro angeboten. Fehlende Inhalte lassen die Kunden jedoch vor dem Kauf zurückschrecken.

Atmos, Bars und Bases - viel Neues für Heimkino-Fans FOTO: dpa, srw

Doch Ultra-HD ist den Fernsehherstellern nicht genug. Die nächste Technologie heißt: OLED Displays. Die organischen LED-Displays ermöglichen es, ein perfektes Schwarz wiederzugeben. Die Leuchtdioden benötigen keine zusätzliche Hintergrundbeleuchtung. Die Farben sind brillanter und energiesparender.

Die Händler erhoffen sich viel von der IFA. Unter dem Einfluss der Fußball-Weltmeisterschaft liefen die Geschäfte im vergangenen Jahr gut. Der Umsatz mit Unterhaltungsgeräten wie Fernsehern, Heimkino-Anlagen und Kameras ging dagegen jetzt um mehr als neun Prozent zurück, wie der Marktindex der Gesellschaft für Unterhaltungselektronik zeigt.

Ein Trend, der sich in diesem Jahr fortsetzen dürfte: Zwar gibt es lange Schlangen vor Demonstrationsmöglichkeiten der Virtual-Reality-Brillen. Ein Kassenschlager sind sie aber auch in diesem Jahr noch nicht. Das Feld möchte der deutsche Optik-Spezialist Zeiss den internationalen Herstellern nicht überlassen und zeigt seine eigene Brille "Zeiss VR One".

Die Hersteller von Haushaltsgeräten setzen weiter auf Vernetzung. So verspricht Miele das erste vernetzte Dosiersystem der Welt. Geht das Waschmittel zur Neige, erhält der Besitzer einer Warnmeldung auf seinem Smartphone und kann bei Bedarf das Waschmittel über das Netz nachbestellen.

Es fällt in den Vorankündigungen der Hersteller auf, dass sie sich auf praktische Geräte für die Kunden konzentrieren. So stellt Samsung zum ersten Mal USB-Sticks vor. Sehr kompakt, mit viel Speicherkapazität (32 und 64 GB) und vor allem sehr robust. Die Sticks sollen mehr als 60 Grad und auch ein dreitägiges Bad im Salzwasser überstehen. Der Routerhersteller AVM lässt die Besucher zum ersten Mal auf der IFA seine Integration von Türsprechanlagen mit der Fritzbox testen. Nutzer können sich dann mit ihren FritzFon-tauglichen Smartphones Live-Bilder von der Eingangstür anzeigen lassen.

Unter den mehr als 1500 Herstellern gibt es eine prominente Premiere: Microsoft möchte intensiv Windows 10 bewerben. So ist das Notebook "Acer Aspire N17 Nitro" zu sehen, welches auf ein klassisches Passwort aus Buchstaben und Zahlen verzichtet. Die Nutzer können sich stattdessen mit ihrem Körper bei Windows 10 anmelden. So kommt es auf die Form des Gesichts oder das Venenmuster der Hand an.

Nicht dabei sein wird der Düsseldorfer Konzern Vodafone. In diesem Jahr spart sich der Konzern erstmals seit sechs Jahren den Messeauftritt. Von den drei großen deutschen Telekommunikationsanbietern stellt nur die Telekom aus.

Mehr Infos Unser Autor wird auf der IFA unterwegs sein. Unter rp-online.de/ifa finden Sie ab morgen sein Messetagebuch, sowie die tägliche Radiosendungen von der Messe. Besuchen Sie ihn im gläsernen Studio in Halle 2.2.

Quelle: RP
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