kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
panorama HSH Nordbank AP
  Foto: AP, AP
Kommentare ()

Ermittlungsverfahren gegen HSH Nordbank-Chef: Druck auf Nonnenmacher wächst

zuletzt aktualisiert: 25.10.2010 - 11:25

Hamburg (RPO). Der Druck auf den Vorstandschef der staatlichen HSH Nordbank, Dirk Nonnenmacher, hat sich zu Wochenbeginn nochmals erhöht: Der Hamburger Finanzsenator Carsten Frigge (CDU) nannte den Manager erstmals eine "Belastung". Am Freitag hatte die Bank eingeräumt, dass ein von ihr beauftragtes Detektivunternehmen in mindestens einem Fall eine politische Veranstaltung von Kritikern der Bank ausgespäht hat. Gegen Nonnenmacher laufen außerdem Ermittlungsverfahren.

Dem Chef der HSH Nordbank Nonnenmacher wurde von Ministerpräsident Carstensen der Verzicht auf Bonuszahlungen nahe gelegt.  Foto: ddp
Dem Chef der HSH Nordbank Nonnenmacher wurde von Ministerpräsident Carstensen der Verzicht auf Bonuszahlungen nahe gelegt. Foto: ddp

In einen Interview mit dem "Hamburger Abendblatt" sagte Frigge, die Sanierung der verlustträchtigen Bank komme zwar besser als erwartet voran. "Ob die Belastung, die Herr Nonnenmacher aus anderen Gründen für die Bank darstellt, schwerer wiegt als die Problematik, einen Nachfolger für ihn zu finden, muss sorgfältig abgewogen werden", sagte Frigge weiter. Die Eigentümer bereiten sich laut Frigge "auf den Fall vor, dass es Beweise für die Vorwürfe gegen Herrn Nonnenmacher gibt".

Die HSH Nordbank hatte am Freitag im Zusammenhang mit der sogenannten Spitzelaffäre eingeräumt, dass die Sicherheitsfirma Prevent eine Diskussionsveranstaltung mit dem HSH-Kritiker und früheren Kieler Wirtschaftsminister Werner Marnette im Jahr 2009 besucht hatte. Allerdings sei Prevent "in keinerlei Weise beauftragt worden, Personen zu überwachen, schon gar nicht Vertreter aus Politik und Medien, bzw. der Anteilseigner", erklärte die Bank.

Auslöser der HSH-Erklärung waren Berichte, wonach Prevent Politiker und Kritiker bespitzelt oder bei Auftritten beobachtet haben soll. Die Landesregierung von Schleswig-Holstein setzte dem Institut daraufhin ein Ultimatum zur Beantwortung entsprechender Fragen. Hamburg und Schleswig-Holstein sind die Haupteigner der HSH Nordbank.

Außerdem stehen Vorwürfe im Raum, wonach die HSH Nordbank zwei Topmanager mit fingierten Beweisen aus ihren Jobs drängen wollte. Einem Vorstand soll ein fingierter Geheimnisverrat untergeschoben worden sein, einem Topmanger in New York sogar Kontakte zur Kinderpornoszene. Staatsanwälte ermitteln in den Fällen.

Noch ein Ultimatum

Eine Bewertung der HSH-Erklärung durch die Anteilseigner steht noch aus. Ein Sprecher des Hamburger Senators Frigge erklärte, der Politiker wolle sich dazu nicht äußern. Der Sprecher bestätigte aber, dass die Anteilseigner sich auf den Fall eines Abgangs von Nonnenmacher vorbereiten. "Alles andere wäre fahrlässig", sagte Sprecher Daniel Stricker.

Am Dienstag läuft außerdem ein Ultimatum der in Hamburg mitregierenden Grünen gegen Nonnenmacher ab: Der Fraktionsvorsitzende Jens Kerstan hatte wegen der Bespitzelungsvorwürfe erklärt, entweder es gebe bis Dienstag "ein glasklares Dementi zu den aktuellen Vorwürfen oder Nonnenmacher muss gehen".

Der HSH-Aufsichtsrat unter Leitung des ehemaligen Deutsche-Bank-Chefs Hilmar Kopper unterstützt Nonnenmacher nach wie vor. Er habe "kein schuldhaftes Verhalten von Mitarbeitern und Vorstandsvorsitzendem feststellen" können, hieß es noch in der vergangenen Woche in einer Mitteilung des Aufsichtsrats.

Quelle: apd/felt

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Schlecker-Familie bleiben wohl noch 40 Millionen Euro

Nach Insolvenz

Schlecker-Familie bleiben noch 40 Millionen

Die Schlecker-Familie besitzt nach einem Medienbericht trotz der Insolvenz noch 35 bis 40 Millionen Euro Privatvermögen. mehr 

"Deutschland bleiben drei Monate zur Euro-Rettung"

Investorenlegende George Soros

"Berlin hat drei Monate zur Euro-Rettung"

Die Rettung des Euro hängt nach Einschätzung des US-Großinvestors George Soros an Deutschland. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Investorenlegende George Soros

"Berlin hat drei Monate zur Euro-Rettung"

Drogeriemarktkette Schlecker

Ihr Platz soll XL-Filialen übernehmen

Deutschlands größter Autobauer

Volkswagen stellt sich neu auf

Japan-Tag in Düsseldorf

700.000 Besucher beim Japan-Tag

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier macht eine Einführung der Börsensteuer zur Bedingung für das Ja seiner Partei zum Fiskalpakt.

SPD droht der Kanzlerin

Ohne Börsensteuer kein Ja zum Fiskalpakt

Die SPD macht ihre Zustimmung zum Fiskalpakt davon abhängig, dass die Regierung eine Besteuerung von Börsengeschäften beschließt. mehr

 
Arbeitsministerin Ursula von der Leyen plant, Hartz-IV-Empfängerinnen zu Erzieherinnen umschulen zu lassen.

Von der Leyens Pläne

Hartz-IV-Empfängerinnen sollen Erzieherinnen werden

Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) plant einem Medienbericht zufolge, Hartz-IV-Empfängerinnen zu Erzieherinnen umzuschulen. mehr

 
 

Westerwelle will politische Lösung

Koalition uneins über Syrien-Intervention

 

Schiffe aus deutscher Produktion

Israel stationiert Atomwaffen auf U-Booten

 

Bernd Riexinger im Porträt

Lafontaine-Freund und Agenda-Gegner

 

Parteitag wählt Doppelspitze

Kipping und Riexinger neue Linken-Chefs

 

Neue Linken-Chefin im Porträt

Katja Kipping - unangepasst und modern

Strom-Rechner

kWh
vergleichen