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DUBAI krise baustellen, Panorama, AFP 2009-1130
  Foto: AFP, AFP
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Börsen in Emiraten brechen ein: Dubai will nicht für Staatsfirma garantieren

zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 16:38

Dubai (RPO). Die Regierung von Dubai will für ihr zahlungsunfähiges Investmentkonglomerat Dubai World nicht einstehen. Ein Vertreter der Finanzbehörde des Emirates sagte am Montag, Dubai World sei als unabhängige Firma gegründet worden. Die Aktienmärkte in Dubai und im benachbarten Abu Dhabi reagierten am ersten Handelstag nach einem mehrtägigen islamischen Feiertag mit starken Kurseinbrüchen auf die Krise.

Es sei zutreffend, dass die Regierung der Besitzer von Dubai World sei, erklärte der Generaldirektor der Finanzverwaltung, Abdulrahman al Saleh. "Aber angesichts der unterschiedlichen Tätigkeit und Risiken der Firma stand von Gründung an fest, dass die Regierung keine Garantien gibt."

Börsen brechen ein

Die wichtigste Börse in Dubai verlor am Montag mehr als 7 Prozent; der Aktienmarkt in Abu Dhabi gab um mehr als 8 Prozent nach. Die asiatischen Börsen hatten dagegen nach dem kräftigen Einbruch vom Freitag deutlich um gut 3 Prozent zugelegt. In Europa zeigte die Börsentendenz leicht nach unten. Der Dax verlor bis zum Nachmittag etwa 0,6 Prozent, hielt sich aber über 5.600 Punkten. Die Börsen in Großbritannien und Frankreich gaben um 0,5 Prozent beziehungsweise 0,6 Prozent nach. Der Dow-Jones-Index in New York startete 0,1 Prozent im Plus.

Dubai hatte am Mittwoch mitgeteilt, die staatliche Holding Dubai World benötige einen Zahlungsaufschub von mindestens einem halben Jahr. Daraufhin waren am Donnerstag die Aktienmärkte weltweit in die Knie gegangen. In Europa zeigten die Kurse aber schon am Freitag wieder nach oben. Die Schulden von Dubai World, dem wichtigsten Investment- und Baukonglomerat des Emirats, werden auf etwa 60 Milliarden Dollar geschätzt, die des Emirats insgesamt auf mindestens 80 Milliarden Dollar.

Investoren trotz Zentralbankeinsatz unsicher

Am stärksten litt am Montag an der Börse in Dubai der Immobilien- der Finanzsektor. Emaar Properties, der größte Bauträger der Vereinigten Arabischen Emirate, verlor beispielsweise fast 10 Prozent. Die Hafenbetriebsgesellschaft DP World, eine Tochter von Dubai World, brach um 15 Prozent ein.

Die Investoren blieben unsicher, obwohl sich die Zentralbank der Emirate bemühte, die Situation zu entschärfen. Am Sonntag, zum Ende des islamischen Opferfests, hatte die Zentralbank eine speziellen Liquiditätsgarantie für inländische wie auch ausländische Banken gegeben. Damit scheint nach Einschätzung von Analysten das ölreiche Abu Dhabi, der Hauptstaat der Emirate, anzudeuten, dass es Dubai nicht fallenlassen werde.

Quelle: AP/felt

 
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