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EADS steigt aus dem Bieterrennen um einen lukrativen Rüstungsdeal mit der US-Luftwaffe ausgetiegen. Der Vorwurf: Das Projekt war auf US-Konkurrent Boeing zugeschnitten. Der Fall entfacht eine neue Protektionismus-Debatte. Die Pressestimmen.
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Rheinische Post: "Die Vereinigten Staaten präsentieren sich gerne als Musterland der Marktwirtschaft. Tatsächlich aber lassen die Amerikaner freien Wettbewerb nur so lange zu, wie er ihnen nutzt."
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Leipziger Volkszeitung: "EADS hatte den dicken Fisch an der Angel, Washington kappte die Schnur."
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FAZ: "Nun aber den Amerikanern zu unterstellen, bei ihnen sei im Umgang mit Regierungsaufträgen alles besonders schlimm, ist scheinheilig und nicht mehr als ein politisches Ritual."
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Süddeutsche Zeitung: "Dem Flugzeughersteller EADS geht mit dem geplatzten Tankflugzeuge-Deal nicht nur ein gigantisches Geschäft durch die Lappen. Ebenso schwer wiegt, dass die geplante Eroberung des US-Marktes nun weit schwieriger wird."
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Nordwest-Zeitung: "Das weltweite Rüstungsgeschäft unterliegt anderen Regeln als der übrige globale Handel. Militärpolitiker haben eine Vielzahl von Argumenten zur Hand, warum Hightech-Produkte aus strategischen Gründen im eigenen Land entwickelt werden müssen."
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Neue Osnabrücker Zeitung: "Der Verlust dieses Mega-Auftrags ist unverdient und unlogisch. Denn hier hat EADS alles richtig gemacht und bietet das beste System. Aber nationale Egoismen gehören nun mal zu den Funktionsprinzipien des Rüstungsmarktes."
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Neue Westfälische: "Nicht zuletzt spart das frühzeitige Handtuchwerfen jetzt viel Geld, das Airbus nun sinnvoller einsetzen kann. Die Hoffnung von Airbus freilich, auf dem US-Markt Fuß zu fassen, rückt in weitere Ferne."
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Westdeutsche Zeitungen: "Es handelt sich mittlerweile um offene Spannungen zwischen den USA und Europa. Wenn nicht nur die direkt Betroffenen, sondern auch Politiker, etwa in Gestalt von Wirtschaftsminister Brüderle, den Amerikanern Protektionismus vorwerfen, ist das hart, aber leider berechtigt. Denn EADS hatte tatsächlich keine Chance, die für Boeing maßgeschneiderte Ausschreibung zu gewinnen."
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Südwest-Presse: "Vom freien Welthandel halten die USA nur so lange etwas, wie sie selbst davon profitieren."
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Schweriner Volkszeitung: "Jeder ist sich selbst der Nächste - in der Industriepolitik wird mit harten Bandagen gekämpft."