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35 Mrd. Dollar Volumen: EADS erhält Großauftrag der US-Luftwaffe

zuletzt aktualisiert: 01.03.2008 - 11:04

Washington (RPO). Der zuletzt ins Trudeln geratene europäische Rüstungs- und Raumfahrtkonzern EADS hat einen Achtungserfolg erzielt. Zusammen mit dem US-Partnerunternehmen Northorp Grumman haben die Europäer den Zuschlag für einen milliardenschweren Auftrag der US-Luftwaffe erhalten.

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EADS setzte sich damit gegen den Flugzeughersteller Boeing durch, der als US-Unternehmen die Favoritenrolle innehatte. Den Angaben zufolge umfasste der Auftrag mit einem Volumen von 35 Milliarden Dollar (23 Milliarden Euro) die Lieferung von 179 Tankflugzeugen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Freitag mit. Innerhalb von 30 Jahren will die US-Armee mit insgesamt mehr als 100 Milliarden Dollar ihre teilweise 40 Jahre alte Tankflugzeug-Flotte modernisieren.

EADS-Chef Louis Gallois sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Großauftrag sei für das Unternehmen "ein großer Anlass, stolz zu sein". Die Qualitäten des vom Konsortium angebotenen Airbus-Flugzeugs des Typs A330, das zu Tankflugzeugen umgerüstet werden soll, hätten sich durchgesetzt. Der Zuschlag verleihe EADS einen "bedeutenden Schub", sagte Richard Aboulafia von der Luftfahrt-Beratungsfirma Teal Group. Er sei der höchstdotierte, den ein europäisches Unternehmen je vom US-Verteidigungsministerium erhielt.

Dem Airbus-Mutterkonzern gelang durch die Entscheidung des Pentagon überraschend der Einstieg in den US-Rüstungsmarkt. Das Unternehmen war eigens für die Ausschreibung des Pentagon eine Partnerschaft mit dem US-Unternehmen Northrop Grumman eingegangen, da das Verteidigungsministerium den Auftrag nur an Firmen vergeben wollte, die ihre Flugzeuge in den USA bauen.

Die Entscheidung für EADS sei nicht nur die richtige für das US-Militär, sondern auch "eine großartige Nachricht" für Alabama, sagte US-Senator Richard Shelby. EADS hatte angekündigt im Falle des Zuschlags, 600 Millionen Dollar in den südlichen US-Bundesstaat zu investieren und dort Arbeitsplätze zu schaffen. Shelby erhoffe sich insgesamt 5000 neue Jobs in Alabama, 1800 davon in der Küstenstadt Mobile, wo die Tankjets montiert werden sollen, sagte er.

Das US-Unternehmen Boeing, das als Flugzeugbauer der bisherigen KC-135 Stratotanker-Flugzeuge von Analysten als Favorit für die Auftragsvergabe gehandelt worden war, zeigte sich enttäuscht. Sprecher William Barsdale sagte, der Konzern werde das Pentagon um eine Nachbesprechung bitten. Er räumte indirekt einen Protest Boeings gegen die Entscheidung ein. "Sobald wir die Details hinter der Auftragsvergabe überprüft haben, werden wir eine Entscheidung über etwaige Möglichkeiten treffen", sagte Barsdale.

Quelle: afp

 
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