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Spionage
EADS wurde 2011 von Hackern aus USA attackiert

Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann
Wer hört wen ab - und was man dagegen tun kann FOTO: dpa, Jens Büttner
Berlin. In der Spionageaffäre um den europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus (früher: EADS) kommen weitere Details ans Licht.

Die Zeitung "Bild am Sonntag" berichtete von einem Schreiben des Bundesnachrichtendienstes (BND) an den Verfassungsschutz, das einen Hackerangriff aus den USA auf das Unternehmen belege. "Von einem ausländischen Nachrichtendienst erhielt BND Informationen über einen vermutlichen Datenabgriff bei der Firma EADS Deutschland", wird aus dem als "vertraulich" eingestuften Dokument zitiert. Demnach haben US-Hacker am 2. November 2011 ein Spionage-Programm auf die Computer des Konzerns gespielt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz habe diesen daraufhin über den Angriff informiert.

Hintergrund sei ein Auftrag an EADS für den Bau einer Grenzsicherungsanlage in Saudi-Arabien gewesen, berichtete das Blatt unter Berufung auf deutsche und amerikanische Sicherheitskreise. Die Spähaktion sei vom BND entdeckt und gestoppt worden. Wer genau hinter der Attacke stecke, sei unklar. Der BND vermute wirtschaftliche Motive. Ebenfalls ungeklärt sei, welcher ausländische Geheimdienst die Deutschen gewarnt habe.

Dem BND wird vorgeworfen, im Auftrag des US-Geheimdienstes NSA europäische Politiker und Unternehmen ausspioniert zu haben. Hintergrund ist eine Vereinbarung zwischen den beiden Diensten aus dem Jahr 2002, wonach der BND für die NSA die Satellitenkommunikation in Krisengebieten wie Somalia und Afghanistan überwacht. Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte Anfang Mai gesagt, Kanzlerin Angela Merkel (CDU) habe ihm zwei Mal versichert, dass es "über den bekannten Fall EADS" hinaus" keine Hinweise auf Wirtschaftsspionage durch den BND im NSA-Auftrag gebe.

 

(REU)
 
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