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Pfund verliert an Wert
Easyjet muss Gewinnprognose drastisch absenken

Easyjet muss Gewinnprognose drastisch absenken
Auch mehrere Streiks machten Easyjet zu schaffen. FOTO: dpa
London. Der Billigflieger Easyjet bekommt die Folgen des Brexit-Votums zu spüren. Die Airline hat ihre Gewinnprognose drastisch gesenkt.

Die britische Fluggesellschaft Easyjet hat ihre Gewinnprognose wegen des schwachen Pfunds deutlich gesenkt. Zu erwarten seien beim Gewinn vor Steuern nur noch 490 bis 495 Millionen Pfund (556 bis 562 Millionen Euro), 28 Prozent weniger als in der vorherigen Prognose, teilte Easyjet am Donnerstag mit. Die Vorhersage bezieht auf das am 30. September zu Ende gegangene Geschäftsjahr, dessen Ergebnisse Mitte November vorgestellt werden.

"Wir sind dieses Jahr in hohem Maße von außergewöhnlichen Ereignissen betroffen gewesen", erklärte Easyjet-Chefin Carolyn McCall. Dennoch habe sich das Unternehmen in einem schwierigen Umfeld gut geschlagen.

Allein der Wertverlust der britischen Währung lässt den Angaben zufolge das Jahresergebnis um 90 Millionen Pfund sinken - zuvor hatte Easyjet mit einem Effekt von rund 40 Millionen Pfund gerechnet. Das Pfund war nach der Entscheidung der Briten im Juni, die Europäische Union zu verlassen, auf Talfahrt gegangen. Für Easyjet bedeutet dies vor allem, dass der in Dollar zu bezahlende Kraftstoff für die Flugzeuge teurer wird.

Daneben wurde die Fluggesellschaft ebenso wie viele Konkurrenten von einer geringeren Reiselust infolge von Terroranschlägen beeinträchtigt. Auch mehrere Streiks, sowohl von eigenen Angestellten als auch von Fluglotsen, machten dem Unternehmen zu schaffen.

Die Anleger an der Londoner Börse zeigten sich am Donnerstag von den neuen Prognosen enttäuscht. Die Aktie verlor am Morgen knapp 6,4 Prozent und schnitt damit von allen Papieren im Leitindex FTSE am schlechtesten ab.

(hebu/afp)
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