Ministerin: Kosten für Gesundheitskarte amortisieren sich: Elektronische Rezepte: Milliarden-Einsparungen erwartet
zuletzt aktualisiert: 22.03.2004 - 13:08Hannover (rpo). Im Jahr 2006 soll das elektronische Rezept eingeführt werden. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt erwartet dadurch Einsparungen von einer Milliarde Euro.
Dadurch amortisierten sich die Kosten von schätzungsweise 700 Millionen bis einer Milliarde Euro für die Entwicklung der elektronischen Gesundheitskarte, sagte Schmidt am Montag auf der Computermesse CeBIT 2004 in Hannover.
Bis zum 1. Oktober solle das Gerüst für die Gesundheitskarte vorliegen, kündigte Schmidt an. Zeitgleich werden Modellversuche in zwölf Bundesländern starten. Ab dem 1. Januar 2006 soll die Gesundheitskarte den gesetzlich Versicherten bundesweit ausgehändigt werden.
Dies sei ein "Meilenstein" zu mehr Qualität und Effizienz im Gesundheitsystem, sagte Schmidt. Die Gesundheitskarte bedeute einen großen Bürokratieabbau. Für die jährlich rund 700 Millionen Rezepte in Deutschland sei zukünftig nur noch jeweils ein Bearbeitungsvorgang erforderlich.
Die Karte werde aber auch die Versorgung der Patienten verbessern. Ärzte stünden damit Krankheitsdiagnosen, Vorbehandlungen oder Unverträglichkeiten zur Verfügung. So könnten Mehrfachuntersuchungen vermieden werden.
Die Patienten sollen selbst entscheiden können, welche Erkrankungen gespeichert werden. Die Karte hat eine 125 mal höhere Speicherkapazität als die bisherige Chipkarte. Die darauf enthaltenen Daten sollen verschlüsselt werden. Außerdem können die Versicherten die Karte mit einem Passwort versehen.
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