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Energieversorger
Eon deutet Einlenken beim Atom-Kompromiss an

Energieversorger Eon deutet Einlenken beim Atom-Kompromiss an
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Berlin/Essen. Im Milliardenpoker um die Kosten des Atomausstiegs deutet Deutschlands größter Energiekonzern Eon ein Einlenken auf den Ende April vorgestellten Vorschlag der Atomkommission ein.

Das Konzept bringe zwar enorme zusätzliche Belastungen, "die tief in die finanzielle Grundstruktur unseres Unternehmens eingreifen", erklärte Eon-Chef Johannes Teyssen am Dienstag in einer schriftlichen Mitteilung. Dennoch sei Eon an einer baldigen Klärung "auf Basis des Vorschlags" der Kommission interessiert.

Eon begrüße vor allem die klare Festlegung der künftigen Verantwortlichkeiten, sagte Teyssen. "Der Rückbau der Anlagen bleibt in der Zuständigkeit der Unternehmen. Die Verantwortung für die Zwischen- und Endlagerung wird beim Staat liegen."

Die Regierungskommission hatte vorgeschlagen, dass die vier Stromkonzerne Eon, RWE, Vattenfall und EnBW bis zum Jahr 2022 rund 23,3 Milliarden Euro in einen staatlichen Fonds überweisen, der die Zwischen- und Endlagerung von Atommüll managen würde. Im Gegenzug soll der Staat die Haftung für die Zukunft übernehmen.

Anfangs hatten die vier Atomkonzerne die Vorschläge der Kommission in gleichlautenden Erklärungen abgelehnt. Die Unternehmen würden "über ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hinaus" belastet, hieß es darin. Die Unternehmen hatten sich allerdings schon in dieser ersten Erklärung eine abschließende Bewertung vorbehalten.

Eine Liste aller aktiven und stillgelegten AKW in Deutschland finden Sie hier.

(felt/dpa)
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