kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Eon
  Foto: dpa, Roland Weihrauch
Kommentare ()

Eon streicht 11 000 Jobs: Entlassungen "weitgehend ausgeschlossen"

zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 - 20:18

Düsseldorf (RPO). Bei Eon ist der Weg für den geplanten drastischen Stellenabbau frei.

Deutschlands größter Energiekonzern hat sich mit den Gewerkschaften geeinigt. Entlassungen sind weitgehend ausgeschlossen. Hintergrund sind die Folgen von Atomausstieg und Energiewende.

Der Energieriese Eon will den Abbau von rund 11.000 Stellen ohne Entlassungen bewältigen. Ein Tarifvertrag mit den Gewerkschaften schaffe die Voraussetzungen, "dass bei Eon betriebsbedingte Kündigungen weitgehend ausgeschlossen sind", teilte das Unternehmen, das mit den Folgen des Atomausstiegs zu kämpfen hat, am Dienstagabend mit.

Von den Stellenstreichungen sollen rund 6000 auf Deutschland entfallen. Durch die Einigung mit den Gewerkschaften Verdi und IG BCE ist ein möglicher Arbeitskampf bei Deutschlands größtem Energiekonzern abgewendet und der geplante Stellenabbau besiegelt.

Mit dem Personalabbau will der Eon-Konzern seine Kosten bis 2015 auf 9,5 Milliarden Euro senken und so mehr Spielraum für Investitionen gewinnen. Konzernchef Johannes Teyssen hatte angekündigt, in den kommenden fünf Jahren mindestens 7 Milliarden Euro in Erneuerbare Energien zu investieren. Außerdem hatte Teyssen zuletzt den Einstieg in den brasilianischen Strommarkt gemeldet.

Dagegen war Eon im Rennen um einen Einstieg beim portugiesischen Stromriesen EDP an einem chinesischen Unternehmen gescheitert.

Die Gewerkschaften äußerten sich zufrieden über die Einigung. Nach hartem Ringen sei es gelungen, den vom Personalabbau Beschäftigten ein "hohes Maß an sozialer Sicherheit und Zukunftsperspektiven zu geben", sagte Verdi-Bundesvorstandsmitglied Erhard Ott laut Mitteilung.

Für den IG BCE-Tarifvorstand Peter Hausmann zeigt die Einigung, "dass auch in einer schwierigen Situation ein akzeptables Ergebnis möglich ist". Eon-Arbeitsdirektorin Regine Stachelhaus sagte, der Tarifvertrag schaffe die Voraussetzung dafür "Beschäftigte von Arbeit in Arbeit zu bringen".

Die Vereinbarung sieht Vorruhestandsregelungen, Abfindungen, die Gründung einer Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft sowie die Einrichtung einer Transfergesellschaft vor. Ziel sei es vor allem, die Mitarbeiter zu qualifizieren und in neue Beschäftigung zu bringen. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis 2016.

Eon will mit dem Personalabbau vor allem die Verwaltung straffen.
So soll die Zentrale des Tochterunternehmens Eon Energie in München geschlossen werden. Das Deutschlandgeschäft für Strom und Gas soll von Essen aus geführt werden, wo die Eon-Tochter Ruhrgas ihren Sitz hat. In der Hauptverwaltung in Düsseldorf soll jede zweite Stelle entfallen.

Wegen des Atomausstiegs bis 2022 hat Eon Verfassungsklage eingereicht und hofft auf Milliarden-Entschädigungen vom Bund. Nach der Katastrophe von Fukushima im März 2011 hatte Eon in Deutschland zwei ältere Atommeiler stilllegen lassen müssen. Die Klage in Karlsruhe richte sich ausdrücklich nicht gegen die Energiewende, hatte das Unternehmen betont.

Quelle: dpa

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Mikrokredite, ein erfolgreiches Finanzierungssystem aus Ländern der Dritten Welt, sollen auch in Deutschland Abhilfe schaffen. Die ersten Er ... mehr 

Berufungsprozess gegen Skandalbanker Kerviel

Skandalbanker

Berufungsprozess gegen Kerviel

Vor einem Pariser Berufungsgericht hat am Montag der Berufungsprozess gegen den Skandalbanker Jérôme Kerviel begonnen. mehr 

Mehr Wirtschaft
Aus der Region

Startkapital für Kleinstunternehmer

Mikrokredite – die Alternative zu Bankdarlehen

Erstmals seit Anfang Januar

Dax stürzt unter 6000 Punkte

Gründer verweigerte Hilfen

Vorwürfe gegen Familie Schlecker

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Mehr als 140 Tote bei Fluzeugabsturz in Nigeria

Bei einem Flugzeugabsturz am Sonntagabend in Nigeria sind vermutlich alle 147 Passagiere ums Leben gekommen. Auch am Boden gab es Opfer. mehr 

Top-Services
 
Anzeige:
Weitere Videos unter www.nrw-business.tv
Politik-Nachrichten
Joschka-Fischer-eine-Karriere-in-Bildern_1_16693.jpg

Dramatischer Appell von Joschka Fischer

"Europa steht heute am Abgrund"

Mit einem dramatischen Appell hat der frühere Außenminister Joschka Fischer (Grüne) die EU-Führungsmächte Deutschland und Frankreich zu einem radikalen Kurswechsel in der Europapolitik ermahnt. Europa stehe am Abgrund. mehr

 
Pressestimmen Europa Deutschland

Nach der Wahl von Kipping und Riexinger

Linke Angst vor der Bedeutungslosigkeit

Die Wahl des Führungsduos zerrt in der Linken an den Nerven. Umso mehr mahnen führende Politiker, wieder zur Sacharbeit zurückzukehren. Von Dana Schülbe  mehr

 

Angebliche Propaganda-Veranstaltung

Nordkorea droht mit Raketenangriff auf Medien

 

Vor schwarz-gelbem Koalitionsgipfel in Berlin

Selbstbewusste FDP stichelt gegen CSU

 
 

Waffen-Deal mit Israel in der Kritik

Berlin verteidigt U-Boot-Lieferungen

 
 

Zentralrat der Juden

Bierhoff in der Kritik

Strom-Rechner

kWh
vergleichen