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Energieriese: Eon plant Konzernumbau

zuletzt aktualisiert: 05.07.2010 - 10:09

Hamburg (RPO). Der neue Chef des Energiekonzerns Eon, Johannes Teyssen, prüft einen Umbau des größten deutschen Versorgers. Ziel sei es, die Strukturen zu straffen, sagte am Montag ein Sprecher des Konzerns. Die Holding in Düsseldorf solle zu einem operativen Zentrum ausgebaut werden.

Das Geschäft soll durch die neue Struktur in fünf weltweite Einheiten aufgeteilt werden: Kraftwerke, Gasbeschaffung, Handel, Erneuerbare Energie und Energieforschung. Geplant sei zudem, das Endkundengeschäft über rund ein Dutzend Landesgesellschaften zu steuern. Der Sprecher bestätigte damit einen Bericht der "Financial Times Deutschland".

"Ein Stellenabbau ist damit nicht geplant", sagte der Sprecher. Es gebe auch noch keinen Beschluss. Die Vorschläge unter dem Namen "Steering and Leadership" sollten in den kommenden Wochen mit den Arbeitnehmervertretern und im Aufsichtsrat beraten und gemeinsam mit der neuen Strategie voraussichtlich im September vorgestellt werden. Sie bauten auf das bereits laufende Programm "Perform to Win" auf, mit dem Eon bis 2011 die Kosten um bis zu 1,5 Milliarden Euro senken will. Teyssen hatte bereits bei diesem Programm die Federführung.

Mit einer Stärkung der Holding in Düsseldorf würde der Einfluss der Standorte von Eon Energie in München und Eon Ruhrgas in Essen zurückgedrängt. Ruhrgas gilt wegen des schwächelnden Gasgeschäfts als Sorgenkind des Konzerns.

Über Eon Energie steuert der Konzern bislang das Stromgeschäft und das Gasverteilungs- und -vertriebsgeschäft in zahlreichen europäischen Staaten. Dies Geschäft hatte der Konzern in den vergangenen Jahren durch Zukäufe, etwa in Südeuropa und Russland, deutlich ausgebaut. Für die Führung der regionalen Geschäfte will Eon noch einen Vorstand berufen.

Teyssen hatte im Mai die Nachfolge von Wulf Bernotat angetreten und rasch erste Pflöcke eingeschlagen. Zwei Vorstände mussten gehen, drei neue kamen. Mit der früheren Hewlett-Packard-Managerin Regine Stachelhaus als Arbeitsdirektorin gehört erstmals eine Frau zum Vorstand von Eon. Teyssen erwägt zudem, den inneren Führungskreis, die Top Executive Group, dem bislang rund 200 Vorstände angehören, auf 400 Manager zu erweitern.

Quelle: RTR/DDP/csr

 
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