| 18.24 Uhr

Banken und Anwälte engagiert
Eon rüstet sich gegen feindliche Übernahmeversuche

Eon rüstet sich gegen mögliche feindliche Übernahmeversuche
FOTO: dpa
Essen. Nach dem dramatischen Kursverlust an der Börse richtet sich Eon gegen einen möglichen ungewünschten Übernahmeversuch. Vorstandschef Johannes Teyssen stellte in den vergangenen Wochen ein neues Abwehrteam aus Banken und Anwälten zusammen.

Sie sollen den Energiekonzern im Falle einer Attacke unterstützen. Einen entsprechenden Bericht des "Spiegel" bestätigte das Unternehmen. "Jedes gelistete Unternehmen hat laufende sogenannte Defense-Mandate, die meist für einige Jahre vertraglich vereinbart sind", erklärte ein Sprecher.

Solche Verträge seien bei Eon kürzlich ausgelaufen und daher neu verhandelt worden. Dies gehöre zur normalen Risikovorsorge eines börsennotierten Unternehmens. Einen konkreten Anlass gebe es nicht.

An der Börse wird Eon nach der Abspaltung der Kraftwerksbetreibers Uniper und der Talfahrt infolge der Energiewende derzeit nur noch mit gut zwölf Milliarden Euro bewertet. Damit könnte der Konzern für Hedgefonds relativ billig zu haben sein. Diese Investoren könnten das Unternehmen anschließend zerlegen wollen, um mit dem Verkauf einzelner Teile wie dem Netzgeschäft oder der Ökostromsparte schnell den Kaufpreis wieder reinzuholen. Dahinter steht die Annahme, dass die Eons Einzelteile mehr wert sein könnten als im Konzern zusammen.

(felt/lnw)
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