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Finanzamt Wuppertal Steuern Steuerfahndung ap 2009
  Foto: AP, AP
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Sie legten 1,2 Milliarden Euro an: Ermittlungen gegen 1100 Steuersünder laufen

VON ANTJE HÖNING - zuletzt aktualisiert: 19.03.2010 - 17:28

Düsseldorf (RP). Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf hat im Zusammenhang mit der angekauften Steuer-CD 1100 Ermittlungsverfahren gegen Kunden der Schweizer Bank Credit Suisse eingeleitet, wie Staatsanwalt Dirk Negentborn von der federführenden Staatsanwaltschaft Düsseldorf unserer Redaktion sagte. Das Anlagevermögen summiere sich auf 1,2 Milliarden Euro.

Davon richten sich 174 Verfahren gegen Bürger aus Nordrhein-Westfalen. Zudem ermittele die Justiz auch gegen deutsche und schweizerische Bankberater der Credit Suisse wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Diese seien den Behörden namentlich noch nicht bekannt.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf wertet die Ende Februar für 2,5Millionen Euro gekaufte Steuer-CD aus und gibt die Daten an die Wohnort-Behörden der mutmaßlichen Steuerhinterzieher weiter.

In Baden-Württemberg haben Fahnder bereits ein Privathaus von Bürgern durchsucht, die zuvor keine Selbstanzeige beim Finanzamt erstattet hatten, wie die „Frankfurter Allgemeine Zeitung” meldet. Schon bei ihrem Erscheinen hätten die Steuerfahnder den exakten Betrag gekannt, der auf einem Konto einer Schweizer Bank lag, hieß es. Das zeige, wie aussagekräftig die Daten auf der CD seien. In Nordrhein-Westfalen wurde bislang noch kein Haus durchsucht, jedoch wird dies für die kommenden Wochen erwartet.

Zugleich nimmt die Zahl der Steuersünder zu, die sich selbst anzeigen: Bis gestern haben sich 2334 Bürger bei den hiesigen Finanzämtern gemeldet, wie eine Sprecherin des NRW-Finanzministeriums sagte. Davon kommen 1401 aus dem Rheinland, 933 aus Westfalen.

Wer sich beim Finanzamt selbst anzeigt, muss zwar Steuern und Zinsen nachzahlen. Er geht aber straffrei aus ­ wenn die Behörden die Steuerhinterziehung zuvor noch nicht selbst herausgefunden haben. Zudem ist es nötig, dass der Steuersünder rasch zahlt. NRW-Steuerfahnder berichten, dass viele Sünder deshalb gleich einen Scheck oder Überweisungsbeleg beilegen.

Quelle: RP

 
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