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Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn: Erste Telekom-Tarifrunde ohne Ergebnisse

zuletzt aktualisiert: 02.02.2012 - 18:05

Berlin/Bonn (RPO). Die Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom sind am Donnerstag ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. Bei den dreitägigen Gesprächen in Berlin habe die Gewerkschaft Verdi dem Management ihren Forderungskatalog erläutert, sagte ein Sprecher am Donnerstag.

Für die rund 85.000 Beschäftigten fordert Verdi unter anderem Einkommensverbesserungen von 6,5 Prozent. Die Tarifpartner werden am 29. Februar in Bonn die Verhandlungen fortsetzen.

Bei der ersten Tarifrunde hatte Telekom-Personalvorstand Thomas Sattelberger gesagt, dass die angespannte wirtschaftliche Lage des Konzerns den Handlungsspielraum begrenze. Die Telekom wolle in wirtschaftlich unsicheren Zeiten ein Paket aus Sicherheit und Stabilität für die Beschäftigten schnüren.

Die Gewerkschaft verweist dagegen auf die gute Ertragslage und stabile Dividenden, die das Unternehmen auch in den kommenden Jahren an die Aktionäre ausschütten will. Bis auf die T-Shops wird in der Tarifrunde für alle inländischen Gesellschaften der Telekom verhandelt, einschließlich der Großkundensparte T-Systems.

Neues Abfindungsprogramm

Die Deutsche Telekom hat ein neues Abfindungsprogramm mit einem Gesamtvolumen von 90 Millionen Euro aufgelegt. Dabei sind nach Angaben eines Sprechers vom Donnerstag Abfindungszahlungen von bis zu 125.000 Euro möglich. Er bestätigte damit einen Bericht der Bayreuther Zeitung "Nordbayerischer Kurier", die sich auf interne Mitarbeiterinformationen der Telekom Deutschland GmbH beruft. Diese ist eine Tochter der Deutschen Telekom AG und für das Festnetz, das Mobilfunkgeschäft und den Service in Deutschland zuständig. Das Sonderprogramm ist dem Bericht zufolge bis zum 30. Juni 2012 befristet.

In den Mitarbeiterinformationen wird das Programm damit begründet, dass die Personalkosten der GmbH nach wie vor zu hoch seien. Der Personalabbau müsse konsequent fortgesetzt werden, um Telekom Deutschland wettbewerbsfähig zu halten. Daher habe die Geschäftsführung trotz enger Budgets entschieden, ein Sonderabfindungsprogramm anzubieten.

 

Quelle: dpa

 
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