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Erneute Probleme: Erster Dreamliner-Flug erneut verschoben

zuletzt aktualisiert: 05.11.2008 - 12:42

Washington (RPO). Einmal mehr hat der US-Flugzeugbauer Boeing den Jungfernflug seines neuen Langstreckenfliegers Dreamliner verschoben. Diesmal gab das Unternehmen Probleme mit Verbindungselementen an. Es ist bereits die vierte Verzögerung. Wann Dreamliner erstmals in die Luft steigt, ist nicht absehbar.

Den ursprünglich noch in diesem Jahr geplanten Testflug werde es nicht geben, sagte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag (Ortszeit). Ein neues Datum nannte sie nicht, dies werde Boeing zu gegebener Zeit veröffentlichen.

Boeing liegt mittlerweile gegenüber den Anfangsplanungen fast zwei Jahre im Rückstand. Die ersten neuen Langstreckenmaschinen sollten eigentlich schon in der ersten Hälfte dieses Jahres ausgeliefert werden. Für die Dreamliner liegen bereits knapp 900 Bestellungen vor.

Die Boeing-Unternehmenssprecherin sagte, Inspektoren hätten festgestellt, dass drei Prozent der Verbindungselemente für den Bau der Dreamliner 787 entweder zu kurz oder zu lang seien.

Die Maschine wird im Boeing-Werk in Everett im US-Bundesstaat Washington zusammengebaut - einen großen Teil der Produktion der einzelnen Teile lagerte Boeing aber an Zulieferer aus. Mitsubishi in Japan liefert die Flügel, Alenia in Italien den Rumpf, Vought Aircraft Industries und Spirit Aerosystems in den USA Nase und Heck. Dies ist nach Ansicht von Experten ein Grund für die vielen Verzögerungen.

Die fehlerhaften Verbindungen stammten von Zulieferern in den USA und außerhalb, bestätigte die Sprecherin. Solche Produktionsprobleme seien "normal". Der von Anfang September bis Anfang November dauernde Streik der Mechaniker habe die Herstellung der Dreamliner zudem "Tag für Tag" beeinträchtigt.

Die 27.000 Mechaniker des Konzern hatten ihren Streik am Sonntag nach einer Einigung auf einen Vier-Jahres-Tarifvertrag beendet. Der Streik kostete den Flugzeughersteller Expertenangaben zufolge mehr als 100 Millionen Dollar pro Tag.

Quelle: afp

 
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