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Scheitern der Transfergesellschaft
Es geht um die Existenz der Air-Berlin-Mitarbeiter

Es geht um die Existenz der Air-Berlin-Mitarbeiter
Leere Air-Berlin-Schalter am Flughafen Tegel in Berlin. FOTO: rtr, joh
Meinung | Berlin. Die Transfergesellschaft ist gescheitert, vielen Air-Berlin-Mitarbeitern droht die Kündigung. Spielt es da eine Rolle, wer mehr Schuld hat? Die Politik oder das Unternehmen?  Von Florian Rinke

Nein. Das alles ist für jeden Air-Berlin-Mitarbeiter in dem Moment irrelevant, wo er den Gang zum Arbeitsamt antreten muss. Da geht es um die Existenz, darum, ob man die Familie auch noch in einem Jahr ernähren kann.

Insolvenzen sind für alle Beteiligten schmerzhaft, in einer Marktwirtschaft aber unumgänglich. Sie können allerdings politisch begleitet werden, um die Auswirkungen für die Betroffenen abzufedern. So wie es die Bundesregierung noch im August getan hat, als man Air Berlin 150 Millionen Euro bereitstellte, um den Betrieb aufrecht zu halten und Urlauber nach Hause zu holen.

Der ganz große Einsatz bleibt seitdem aber aus - die Gespräche über eine Transfergesellschaft wurden auf Arbeitsebene geführt und nicht von der Kanzlerin oder den Ministerpräsidenten. Die Frage ist darum nicht, wer Schuld hat. Die Frage ist, ob die Gespräche auch gescheitert wären, wenn eine Wahl bevorstünde.

 
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