Rettungspläne nicht nötig: EU: Euroländer gehen nicht bankrott
zuletzt aktualisiert: 27.02.2009 - 15:42Brüssel (RPO). In Osteuropa wächst die Angst vor möglichen Staatsbankrotten. Trotzdem findet die EU-Kommission, dass ein Rettungsplan, mit dem Staatsbankrotte abgewehrt werden könnten, überflüssig ist. Euroländer seien nicht wie osteuropäische Länder in Zahlungsschwierigkeiten geraten und bedürften deshalb keiner besonderen Hilfe.
EU-Kommissionssprecherin Amelia Torres erklärte am Freitag, es gebe derzeit keine Diskussion darüber, die Obergrenze für Notfallkredite an kriselnde Mitgliedstaaten zu erhöhen. Derzeit stünden für solche Kredite noch 15 Milliarden Euro zur Verfügung. Hilfen für Mitgliedstaaten der Währungsunion, die solche Kredite nicht in Anspruch nehmen dürfen, halte man nicht für notwendig.
"Ich wüsste nicht, dass bestimmte Länder Zahlungsschwierigkeiten von der Sorte haben, wie sie Ungarn und Lettland hatten", sagte Torres auf die Frage einer Journalistin, was für hoch verschuldete Länder innerhalb der Eurozone getan werden könne. Ungarn und Lettland waren im vergangenen Jahr an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten und erhielten Notkredite von der Europäischen Union und dem Internationalen Währungsfonds (IWF). Die rumänische Zentralbank erklärte am Donnerstag, sie wolle ebenfalls um Hilfe bitten.
25 Milliarden Euro für Banken in Osteuropa
Für angeschlagene Banken in Osteuropa stellten internationale Finanzinstitute unterdessen ein 25 Milliarden Euro schweres Hilfspaket zusammen. Die Weltbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und die Europäische Investitionsbank (EIB) teilten am Freitag mit, sie würden für 2009 und 2010 insgesamt 24,5 Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Sechs Milliarden davon kommen von der EBRD, 5,7 Milliarden von der EIB und 7,5 Milliarden von der Weltbank.
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