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Deutschland hat es besser, auch bei der Jugendarbeitslosigkeit: Unter allen von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) untersuchten EU-Ländern hat Deutschland mit
elf Prozent noch die niedrigste Arbeitslosenquote unter Jugendlichen.
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Besonders düster sieht es dagegen auf dem Arbeitsmarkt
Spanien aus. In dem von der Rezession schwer gebeutelten Land liegt nach dem Platzen einer gigantischen Immobilienblase die Jugendarbeitslosigkeit bei
37,9 Prozent. Und selbst diejenigen Jugendlichen, die einen Job haben, haben nur in den seltesten Fälle einen festen Arbeitplatz. Hinderlich für unbefristete Arbeitsverträge wirkt sich Experten zufolge vor allem der starke Kündigungsschutz in Spanien aus.
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Auch in Schweden hat es die Jugend schwer: Obwohl das Land weniger stark als viele anderen EU-Länder von der Krise getroffen wurde, liegt die Jugendarbeitslosigkeit mit
25 Prozent auf einem Rekordhoch - einer der schlechtesten Werte in der EU. Das schwedische Arbeitsrecht wirkt sich nachteilig für junge Arbeitnehmer aus. Um ältere Arbeitnehmer zu schützen gilt die Regel: Wer zuletzt eingestellt wurde, fliegt zuerst raus. In wirtschaftlichen Krisenzeiten wächst so die Jugendarbeitslosigkeit rapide an.
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Auch in
Großbritannien liegt die Arbeitslosigkeit unter den 16- bis 24-Jährigen mit
16,7 Prozent deutlich über dem EU-Durchschnitt. Das "Handelsblatt" zitiert den Gewerkschaftsdachverband TUC außerdem mit der Aussage, dass die Gefahr der Langzeitarbeitslosigkeit unter den Heranwachsenden besonders groß ist. Die sozialliberal-konservative Regierung muss den Haushalt sanieren und hat viele Förderprogramme für Jugendliche gestrichen.
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In
Frankreich ist eine hohe Erwerbslosenquote unter Jugendlichen schon lange ein Problem. In der Wirtschaftskrise haben sich die Probleme noch weiter verschärft: Die Jugendarbeitslosigkeit bei den 15- bis 24-Jährigen liegt bei
25 Prozent und damit über dem Schnitt vergleichbarer Industriestaaten. Die Regierung geht mit einem Förderprogramm dagegen vor: Unternehmen, die Jugendliche ausbilden, bekommt für ein Jahr die Sozialabgaben zurückerstattet.
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Das von der Krise schwer gebeutelte
Griechenland steht aufgrund von Rezession und von der EU durchgesetztem drastischem Sparprogramm nahe am wirtschaftlichen Zusammenbruch. Besonders leidet die Jugend: Über
30 Prozent der 15- bis 24-Jährigen finden laut offizieller Statistik keinen Job. Die Dunkeziffer dürfte noch deutlich höher sein. Denn erfasst wird nur, wer sich bei der staatlichen Arbeitsverwaltung OAED meldet. Viele Jugendliche haben die Hoffnung aber schon aufgegeben und melden sich gar nicht
erst arbeitssuchend. Selbst wer einen Job hat, kann davon kaum leben: Die meisten bekommen nur den in der Krise drastisch gekürzten Mindestlohn von 592 Euro im Monat. Die Wut der Jugendlichen entlädt sich regelmäßig in gewaltsamen Protesten.