Verlust deutlich erhöht: Eurodisney klagt über schlechte Besucherzahlen
zuletzt aktualisiert: 17.11.2003 - 12:16Paris (rpo). Tourismuskrise, Streiks in Frankreich und das geringe Wirtschaftswachstum bescheren dem Disneyland Paris immer bescheidenere Besucherzahlen. Europas größter Freizeitpark hat bereits Finanzschwierigkeiten eingeräumt.
Das Disneyland ist noch tiefer in die roten Zahlen gerutscht. Im Geschäftsjahr 2002/2003, das Ende September auslief, stieg der Nettoverlust von 33,1 Millionen auf 56 Millionen Euro. Das berichtete der Betreiber Euro Disney S.C.A. am Montag in Marne-la-Vallée bei Paris.
Die Besucherzahlen sanken in Jahresfrist um rund 700.000 auf 12,4 Millionen Gäste. Als Gründe nannte Vorstandschef André Lacroix vor allem die Tourismuskrise, Streiks in Frankreich und das geringe Wirtschaftswachstum.
Obwohl die Hotelauslastung von 88,2 auf 85,1 Prozent sank, stiegen die Einnahmen in diesem Bereich um 1,2 Prozent auf 416,7 Millionen Euro, da die Gäste durchschnittlich etwas tiefer in die Tasche griffen. Der Gesamtumsatz sank jedoch um 2,1 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro. Dabei schrumpfte der Umsatz des Themenparks um 3,3 Prozent auf 508,5 Millionen Euro.
Das Unternehmen hatte bereits Finanzschwierigkeiten eingeräumt. Lacroix zufolge stellt The Walt Disney Company (TWDC), mit 39,1 Prozent größter Anteilseigner, eine weiteren nachgeordneten Kreditrahmen von 45 Millionen Euro bereit.
Nachdem Anfang November ein Stillhalteabkommen mit den Gläubigern erreicht worden sei, hänge das Erreichen der langfristigen Ziele von den weiteren Finanzierungsverhandlungen ab. Zweitgrößter Einzelaktionär der börsennotierten Euro Disney ist mit 16,3 Prozent der saudische Prinz El Walid.
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