Nach Zug-Pannen unter dem Ärmelkanal: Eurotunnel gibt Eurostar für Chaos die Schuld
zuletzt aktualisiert: 26.12.2009 - 11:18London/Paris (RPO). Das Unternehmen Eurotunnel weist jede Verantwortung an dem Passagier-Chaos nach den Zug-Pannen unter dem Ärmelkanal zurück. Vielmehr hat der Tunnelbetreiber jetzt Eurostar vorgeworfen, Sicherheitsbestimmungen verletzt zu haben.
Uns wurde zu Unrecht vorgeworfen, falsch gehandelt zu haben", erklärte der Tunnelbetreiber. Tatsächlich habe das Personal von Eurostar die Evakuierung der liegengebliebenen Züge verzögert, weil es "in völliger Verletzung der Sicherheitsbestimmungen" die Passagiere aufgefordert habe, beim Verlassen der Züge alles Gepäck mitzunehmen. Zudem habe es verabsäumt, wichtige Informationen an die Passagiere weiterzugeben.
Nach heftigem Schneefall waren in der Nacht zum 19. Dezember fünf Züge im Eurotunnel liegengeblieben, rund 2000 Passagiere mussten bis zu 17 Stunden in dem Tunnel ausharren. Eurostar hatte bereits Kommunikationspannen eingeräumt, den Tunnelbetreiber jedoch dafür mitverantwortlich gemacht.
Eurotunnel aber wies nun die Vorwürfe entschieden zurück. Sein Team habe "rasch und professionell" reagiert und alle Informationen an Eurostar weitergegeben. Weder sei es für den Ausfall der Züge verantwortlich, noch für die Kommunikationspolitik von Eurostar.
Eurostar wollte sich zu den Vorwürfen zunächst nicht äußern. Das Unternehmen verwies vielmehr auf eine unabhängige Untersuchung zu den genauen Vorgängen und erklärte, dem Ergebnis nicht vorgreifen zu wollen.
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