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Streik bei Eurowings
Viele Fluggäste am Düsseldorfer Flughafen gestrandet

Eurowings / Germanwings: Fluggäste am Flughafen Düsseldorf gestrandet
Viele Fluggäste warten in Düsseldorf vor einem Informationsschalter der Fluglinien Eurowings und Germanwings. FOTO: dpa, mku gfh
Düsseldorf. Die Flugbegleiter-Gewerkschaft Ufo will in der kommenden Woche an zwei Tagen zu weiteren Streiks bei der Lufthansa-Tochter Eurowings aufrufen. Das sagte Ufo-Vorstand Nicoley Baublies am Donnerstag. Von Reinhard Kowalewsky

Wegen des Streiks bei Eurowings/Germanwings wird der Airport Düsseldorf heute so wenig genutzt wie selten. Stattdessen ist er voll mit Wartenden, die auf eine Umbuchung hoffen.

Mehr als Hundert Passagiere stehen vor den Schaltern für Tickets und Services, um zu wissen, wie es weitergeht – sehr viele sind aus dem Ausland und wollten eigentlich zurück in die Heimat. "Wir wollten nach der Messe zurück nach Venedig", sagt ein 29-jähriger Ingenieur. "Hoffentlich finden die für uns eine Alternative."

Sein Landsmann Julio Monti, ein 27-jähriger Barkeeper, sagt: "Wir kamen ahnungslos am Flughafen an und sahen erst da, dass der Flug gecancelt wurde. Hoffentlich sind wir heute Abend zu Hause – sonst eben erst morgen."

Viele verzichteten gleich auf den Flug

Morgens war es dagegen noch leer. "Die Leute sind wohl alle einfach nicht gekommen, weil der Streik ja bekannt ist", sagte Verlagsmanager Martin Vogler zur Lage am frühen Morgen. Er selbst habe Glück gehabt: Zu seiner Überraschung sei seine Maschine von der NRW-Landeshauptstadt nach Dresden pünktlich um 7 Uhr abgehoben.

"Die meisten Plätze waren leer", berichtet Vogler. Der Flug sei vom Streik nicht betroffen gewesen, weil er von Sun Express durchgeführt wurde, eine weitere Firma der Eurowings-Gruppe, dem Discountableger von Lufthansa. Jetzt macht sich der Manager in Dresden allerdings Gedanken, wie er an den Rhein zurückkehrt: "Da bin ich neugierig, ob der Rückflug stattfindet."

Großbritannien und Italien weiter erreichbar

Dabei fällt die Mehrheit der Flüge von Eurowings aus – bundesweit sind es rund 400 von 500 Verbindungen. Von Düsseldorf fielen beispielsweise heute früh Flüge nach Thessaloniki, Berlin-Tegel, Hamburg, Lyon, Prag, Paris, Nürnberg, Zürich oder Wien aus. Nach Ibiza, Catania, London, Neapel, Alicante, Mailand und Rom heben die Maschinen ab. Genauere Informationen können Reisende auf der Homepage von Eurowings aufrufen.

Dabei scheint Eurowings zu versuchen, Ziele bevorzugt zu streichen, die die Reisenden alternativ per Zug erreichen können – die Tickets können in Fahrkarten der Deutschen Bahn umgeschrieben werden.

Die 24 Stunden lange Arbeitsniederlegung, die noch bis Mitternacht dauert, trifft die Flughäfen Düsseldorf, Köln, Dortmund, Hannover, Stuttgart, Berlin und Hamburg. 

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