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Keine Einigung mit Pilotengewerkschaft
Eurowings will Piloten nur noch bei Wiener Tochter einstellen

Eurowings will Piloten jetzt nur noch bei Wiener Tochter einstellen
Ein Flugzeug der Eurowings startet am Flughafen Stuttgart (Symbolbild). FOTO: dpa, scg bwe
Frankfurt/Main. Nach den gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Vereinigung Cockpit will die Fluggesellschaft Eurowings neue Piloten nun ausschließlich bei ihrer österreichischen Tochtergesellschaft einstellen.

Für an deutschen Standorten eingesetztes Personal sollen dabei die deutschen Tarifbedingungen gelten, bekräftigten am Dienstag die beiden Geschäftsführer Michael Knitter und Jörg Beißel. Für die 2015 in Wien gegründete Eurowings Europe, die inzwischen auch erste Jets in München betreibt, existiert bislang kein Tarifvertrag mit der dort zuständigen Gewerkschaft Vida. Das Entgeltniveau liegt unterhalb der deutschen Eurowings GmbH.

Am Vortag hatte die Vereinigung Cockpit (VC) eine bereits ausverhandelte Vereinbarung zu den Einstellungsbedingungen für neue Piloten der deutschen Eurowings GmbH überraschend vom Tisch gezogen. Damit sollte der individuelle Übergang von Air-Berlin-Piloten zur Eurowings geregelt werden. Der VC-Vorstand warf der Lufthansa-Tochter vor, bei der Air-Berlin-Insolvenz einen regulären Betriebsübergang umgehen zu wollen, bei dem die Arbeitsbedingungen des Personals unverändert geblieben wären.

Das hat auch Auswirkungen auf neue Flugbegleiter der Eurowings, die nun ebenfalls in Österreich und nicht wie bislang geplant bei der deutschen Gesellschaft angestellt werden sollen. Auch für sie sollen deutsche Tarifbedingungen gelten. Bei den Piloteneinstellungen erwartet Eurowings leichte Verzögerungen, weil nun nur noch in einen statt in zwei Betriebe eingestellt werden könne. Das geplante Wachstum auf 210 Flugzeuge im kommenden Sommer sei aber nicht gefährdet.

(lsa/dpa)
 
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