VW-Affäre: Ex-VW-Betriebsrat Volkert zieht sich zurück
zuletzt aktualisiert: 20.08.2005 - 12:28Hamburg/Frankfurt (rpo). Den im Zusammenhang mit der VW-Affäre zurückgetretenen ehemaligen Betriebsratschef Klaus Volkert zieht es in den vorzeitigen Ruhestand. Nachdem die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen in der VW-Affäre auf Volkert ausweitete, wählte der den Rückzug.
"Herr Volkert geht zum Dezember in den Ruhestand", sagte Volkswagensprecherin Christine Kuhlmeyer am Samstag der Nachrichtenagentur AP. "Bis dahin ruht sein Vertrag ohne Fortzahlung des Gehalts."
Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft Braunschweig ihre Ermittlungen in der VW-Affäre auf Volkert ausgeweitet. "Im Zusammenhang mit von VW bezahlten Reisen ermitteln wir gegen Herrn Volkert wegen des Verdachts der Beihilfe oder der Anstiftung zur Untreue", hatte ein Sprecher der Ermittlungsbehörde am Freitag erklärt. Man prüfe, ob Reisen von Volkert auf VW-Kosten geschäftlichen oder Zwecken des Betriebsrats gedient hätten oder aber privater Natur gewesen seien.
Ausgangspunkt der Ermittlungen sei eine Indienreise, die Volkert zusammen mit den VW-Managern Helmuth Schuster oder Klaus-Joachim Gebauer unternommen habe, hieß es weiter. Der Anfangsverdacht habe sich unter anderem aus der Größenordnung der Summe ergeben, die Volkswagen für die Reise erstattet habe.
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