Interesse an Chrysler vermutet: Ex-VW-Markenchef Bernhard geht angeblich zu Finanzinvestor Cerberus
zuletzt aktualisiert: 14.03.2007 - 13:23Hamburg (RPO). Der zurückgetretene VW-Markenchef Wolfgang Bernhard wird angeblich Berater beim Finanzinvestor Cerberus Capital Management. Als Hintergrund wird vermutet, dass Cerberus Interesse daran haben könnte, bei dem Autobauer Chrysler einzusteigen.
Die "Financial Times Deutschland" berichtet unter Berufung auf Informationen des Mutterblattes "Financial Times",. Bernhard habe kürzlich einen Vertrag für eine Vollzeitfunktion bei Cerberus unterschrieben. Dies hätten mehrere iformierte Personnen "FT" gesagt. Weder Bernhard noch Cerberus seien bisher für eine Stellungnahme zu erreichen gewesen.
Durch den Sanierungsexperten steigen nach Einschätzung der Zeitung die Chancen des US-Investors Cerberus, DaimlerChrysler die angeschlagene US-Tochter Chrysler abzukaufen. Bernhard kennt sich bei Chrysler bestens aus. Vor fünf Jahren hatte er zusammen mit DaimlerChrysler-Chef Dieter Zetsche den nun erneut ins Schlingern geratenen Hersteller saniert.
Laut "FTD" baut Cerberus derzeit seine Pkw-Aktivitäten aus. Der Investor habe 2006 ein Konsortium geführt, das 51 Prozent der GM-Finanzsparte übernahm, und sei an einer Gruppe beteiligt, die den US-Zulieferer Delphi kaufen will.
Bernhards Rolle bei Cerberus sei aber nicht auf das Chrysler-Geschäft beschränkt. Wie es hieß, hätten die Beratungen über seinen Einstieg begonnen, bevor Daimler an die Öffentlichkeit trat. Bernhard habe keine Lust mehr gehabt, sich mit deutschen Gewerkschaften und Aufsichtsräten herumzuärgern, schreibt die Zeitung.
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