Jobabbau im Winter: Experte: "Erwartungen sind grottenschlecht"
zuletzt aktualisiert: 04.08.2008 - 07:44Berlin (RPO). Der deutschen Industrie droht im Winter ein krasser Mangel an Aufträgen und starker Jobabbau. "Die Erwartungen der Unternehmen für die nächsten sechs Monate sind grottenschlecht", sagte der Leiter der Konjunkturabteilung des Münchner ifo-Instituts, Kai Carstensen.
Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Der Auftragsbestand sei derzeit noch gut, aber es fehle an neuen Aufträgen. "Im Winter ist der Aufschwung definitiv vorbei. Viele Firmen werden nach und nach Kapazitäten abbauen und auch Personal entlassen", wurde Carstensen weiter zitiert.
Auch der Arbeitgeberverband Gesamtmetall äußerte sich besorgt: "Die weltweite Konjunkturabkühlung trifft die Metall- und Elektroindustrie zunehmend stärker", sagte Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegiesser dem Blatt und fügte hinzu: "In vielen Firmen reichen die Aufträge nur noch bis Jahresende." Die Unternehmen beurteilten die Auftragslage so schlecht wie seit zwei Jahren nicht. Wie in jeder Abschwungphase fächere sich das Feld weit auf.
So geht der seit zwei Jahren andauernde Job-Aufbau in der Metall- und Elektroindustrie offenbar zu Ende, wie das Blatt unter Berufung auf Zahlen von Gesamtmetall und des ifo-Instituts weiter schreibt. Demnach wollen in den kommenden sechs Monaten per Saldo sechs Prozent mehr Firmen Stellen abbauen als neue schaffen.
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