Steigende Lebenserwartung: Experten fordern: Rente erst mit 68,5
zuletzt aktualisiert: 23.04.2008 - 08:48Düsseldorf (RPO). Die Deutsche Bundesbank fordert eine weitere Anhebung des gesetzlichen Rentenalters. Wegen der steigenden Lebenserwartung müsse das Eintrittsalter ab 2029 schrittweise auf 68,5 Jahre angehoben werden, schreibt die Bundesbank in ihrem Monatsbericht April.
Diese Maßnahme sei wichtig, um das Vertrauen in die Rentenversicherung zu sichern. Es sei wichtig, dass die Weichen früh gestellt würden.
Der Präsident des Münchener Ifo-Instituts, Hans-Werner Sinn, unterstützt die Forderung der Bundesbank. "Die Bundesbank hat sehr verantwortungsvoll argumentiert. Die Politik ist mit den Bürgern nicht ehrlich, weil sie ihnen die Wahrheit über das Ausmaß der drohenden Rentenkrise vorenthält", sagte Sinn der "Bild"-Zeitung.
Um drohende Versorgungslücken der gesetzlich Versicherten im Alter besser zu schließen, spricht sich der Ökonom für eine verpflichtende Riester-Rente aus. "Neben der Erhöhung des Rentenalters muss dringend das Riester-Sparen zur Pflicht gemacht werden, damit die drohende Altersarmut vermieden wird", sagte Sinn.
Die neuesten Nachrichten und Berichte aus Politik, Wirtschaft, Panorama, Sport,
Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Multimedia, Auto,
Reise und Beruf - im Archiv auch gratis recherchierbar. Dazu die besten Bilder,
Live-Ticker, Kolumnen und Hintergrundberichte.

