Interner Bericht: Experten: Glos soll "Grünen Punkt" abschaffen
zuletzt aktualisiert: 08.10.2007 - 16:30Berlin (RPO). Fachleute empfehlen dem Bundeswirtschaftsministerium einem Pressebericht zufolge, den "Grünen Punkt" abzuschaffen. In der angeblich von Ressortchef Michael Glos in Auftrag gegebenen Studie heißt es, das Duale System Deutschland (DSD) sei "nach 16 Jahren ökonomisch und ökologisch überholt".
Die "Gelbe Tonne" sei nach wie vor die teuerste Option, insbesondere bei der Kunststoffverwertung, zitierte die Zeitschrift "Capital" aus dem internen Bericht. Sie koste rund 1300 Euro pro Tonne Abfall und damit 13 Mal so viel wie die "hochwertige thermische Verwertung" in modernen Müllheizkraftwerken, heißt es dem Bericht zufolge weiter in dem Papier.
Die Autoren des internen Papiers schlagen Glos daher dem Bericht zufolge vor, die Entsorgung von Verpackungen und Kunststoffen ähnlich wie bei Elektroschrott über eine private Entsorgungsfirma zu organisieren. Dieses System könne über einen Fonds finanziert werden, in den alle Hersteller und Händler je nach Verpackungsmenge einzahlten.
Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums dementierte das Vorliegen des internen Berichts. "Es gibt eine Diskussion über die Verpackung in Deutschland, aber keine konkreten Überlegungen", sagte sie auf AFP-Anfrage. Derzeit lägen keine konkreten Alternativvorschläge zum DSD vor. Das Ministerium sei aber der Überzeugung, dass die Regelungen der Verordnung "grundlegend überdacht werden" müssten.
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