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Explosionen in Tianjin
Toyota stoppt Fahrzeugproduktion

Feuerwehr nach zweiter Explosion in Tianjin im Einsatz
Feuerwehr nach zweiter Explosion in Tianjin im Einsatz FOTO: dpa, wh sh
Tokio. Der große japanische Autobauer Toyota hat seine Produktionsstraßen in China bis einschließlich Mittwoch stillgelegt. Das Unternehmen beschäftigt 12.000 Mitarbeiter in Tianjin. Rund 50 davon wurden bei dem Unglück verletzt.

Nach den verheerenden Explosionen in einem Gefahrgutlager im chinesischen Tianjin hat der japanische Autobauer Toyota seine Produktion dort vorerst gestoppt. Auch eine Fertigungsstraße rund 70 Kilometer von Tianjin entfernt sei bis mindestens einschließlich Mittwoch stillgelegt worden, da sie auf Teile aus Tianjin angewiesen sei, teilte Toyota am Montag mit. Zum Zeitpunkt des Unglücks am vergangenen Mittwoch waren Betriebsferien bei Toyota in Tianjin. Die Produktion sollte an diesem Montag wieder anlaufen. Nun sei sie wegen der Evakuierung der Umgebung gestoppt worden, erklärte Toyota.

Toyota beschäftigt 12.000 Arbeiter in Tianjin. Viele von ihnen wohnen in der Nähe des Unglücksortes, 50 davon erlitten durch das Unglück nach Angaben des Autobauers Verletzungen. Einige Arbeiter leben in Wohnungen, die der Autobauer bereitstellt. Toyota produziert in Tianjin jährlich 440.000 Fahrzeuge, also etwa die Hälfte der in China vom Band laufenden Autos.

Explosion in Tianjin hinterlässt riesigen Krater FOTO: dpa, hy sh

Auch der japanische Elektronikkonzern Panasonic ließ die Arbeiten in seiner Fabrik in Tianjin ruhen. Am Montag werde dort wegen Sicherheitsüberprüfungen nicht gearbeitet, sagte eine Sprecherin. Es gebe "kleine Schäden" wie zerbrochene Fenster. Ob die Arbeiten am Dienstag wieder aufgenommen werden könnten, sei noch nicht entschieden.

Bei den Explosionen in einem Gefahrgutlager mit hochgiftigen Chemikalien in Tianjin waren mindestens 112 Menschen getötet und mehr als 700 Menschen verletzt worden. In der betroffenen Industriezone am Rand der 15-Millionen-Einwohner-Metropole befinden sich eine Reihe von Autofabriken, Ölraffinerien und andere Produktionsstätten.

(AFP)
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