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Um 2,5 Prozent gestiegen: Export arbeitet sich aus der Talsohle

zuletzt aktualisiert: 09.12.2009 - 15:16

Wiesbaden (RPO). Gute Nachrichten für die deutsche Wirtschaft: Die Ausfuhren erholen sich weiter. Die Exporte stiegen im Oktober nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Mittwoch um 2,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Damit übertrafen sie die Erwartungen der Analysten. Die Einfuhren nahmen dagegen um 2,4 Prozent ab. "Der deutsche Export arbeitet sich langsam aus der Talsohle", erklärte Anton Börner, Präsident des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel. Dies sei jedoch kein Anlass zum Jubeln.

"Nach einem erneut kräftigen Rückgang der Exporte und Importe im Vorjahresvergleich liegt das Niveau der deutschen Exporte derzeit um über ein Fünftel unter dem des Boomjahres 2008", erklärte Börner. Gegenüber dem Vorjahr brach der Export um 15,9 Prozent auf 74,6 Milliarden Euro ein. Der Import verringerte sich um 15,3 Prozent auf 61,0 Milliarden Euro. Im September waren die Ausfuhren im Jahresvergleich 19 Prozent niedriger, die Einfuhren bleiben 16,3 Prozent unter Vorjahreswert.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2009 mit einem Überschuss von 13,6 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2008 hatte der Saldo 16,7 Milliarden Euro betragen.

Rückgang um 21,4 Prozent in ersten 10 Monaten

In den ersten zehn Monaten des Jahres exportierten Unternehmen aus Deutschland Waren im Wert von 661,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet das einen Rückgang um 21,4 Prozent. Die Einfuhren sanken um 18,3 Prozent auf 555,7 Millionen Euro.

Besonders stark nahmen im Oktober die Exporte in die nicht der Euro-Währung angeschlossenen EU-Staaten ab. Sie lagen 20,2 Prozent unter Vorjahreswert. Die Exporte in die Länder der Eurozone sanken um 14,7 Prozent, die Ausfuhren in Drittländer um 14,9 Prozent.

Analysten halten Aufwärtstrend für intakt

Die Importe aus Drittstaaten lagen im Oktober 21,4 Prozent niedriger als vor Jahresfrist. Aus der Eurozone wurden nach Wert 10,6 Prozent weniger Waren eingeführt, aus den anderen EU-Staaten 15 Prozent weniger.

Die Analysten der Commerzbank zeigten sich vom Importrückgang im Oktober überrascht. Dadurch sei der Beitrag zum Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in diesem Monat positiv.

Zwar könnten nach den schlechten Zahlen zu Aufträgen und Industrieproduktion in dieser Woche die Exporte im November zurückgehen. Allerdings stützten Umfragen über die Exporterwartungen und eine insgesamt solide Auftragslage die Annahme, dass der Aufwärtstrend noch intakt sei, erklärten die Bank-Ökonomen.

Quelle: AP/felt

 
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