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Geschäft mit USA lahmt: Exporte nach China und Südostasien brummen

zuletzt aktualisiert: 06.10.2003 - 11:35

Wiesbaden (rpo). Der deutsche Außenhandel mit China und Südostasien brummt auf vollen Touren. Die Exporte  in die  USA dümpeln dagegen vor sich hin.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Exporte in die ASEAN-Länder im Juli 2003 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 20,9 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro. Im Chinageschäft verzeichneten die deutschen Exporteur sogar einen Zuwachs von 42,6 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Insgesamt haben die deutschen Ausfuhren im Juli 2003 gegenüber Juli 2002 um 5,3 Prozent auf 57,7 Milliarden Euro zugenommen.

In die EU-Länder führte Deutschland im Juli Waren im Wert von 30,7 Milliarden Euro aus (plus 4,0 Prozent gegenüber Juli 2002), wobei die Ausfuhren in EU-Länder, die nicht der Eurozone angehören, mit einem Plus von 7,3 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro deutlich stärker zunahmen als die Ausfuhren in die Länder der Eurozone (plus 3,1 Prozent auf 24,0 Milliarden Euro). Wie die Behörde am Montag weiter mitteilte, kam es im Juli auch bei den deutschen Warenlieferungen nach Afrika (plus 19,6 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro) und nach Russland (plus 18,7 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro) zu überdurchschnittlichen Zuwächsen. Ein Minus von 2,6 Prozent auf 5,6 Milliarden Euro gab es dagegen bei den Exporten in die Vereinigten Staaten.

Stärker noch als die Ausfuhren stiegen die Einfuhren aus Afrika mit einem Plus von 27,3 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro. Auch aus Russland wurde im Juli überdurchschnittlich viel eingeführt (plus 14,4 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro), während die deutschen Importe aus den ASEAN-Ländern deutlich zurückgingen (minus 17,3 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro). So kam es insgesamt im Juli 2003 für Deutschland zu einem Außenhandelsüberschuss (plus 0,1 Milliarden Euro) im Handel mit den ASEAN-Staaten - einer Ländergruppe, die laut Bundesamt für Deutschland üblicherweise einen Einfuhrmarkt darstellt. Die deutschen Einfuhren insgesamt nahmen im Juli 2003 mit einem Plus von 1,4 Prozent auf 43,6 Milliarden Euro leicht zu.

Zum Verband Südostasiatischer Staaten (ASEAN) gehören Birma, Brunei, Indonesien, Kambodscha, Laos, Malaysia, die Philippinen, Singapur, Thailand und Vietnam.


 
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