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Ausblick auf Geschäftsjahr
Facebook enttäuscht Aktionäre

Facebook enttäuscht Aktionäre mit Ausblick aufs Geschäftsjahr
Facebook-Chef Mark Zuckerberg. FOTO: dpa, FRE wal soe wok
Bangalore. Facebook hat ein enormes Wachstum hingelegt. Die Einnahmen dürften auch in den nächsten Monaten weiter steigen, vielleicht aber nicht mehr so kräftig wie bisher, warnt der Konzern. Das enttäuscht viele Anleger.

Facebook hat seine Aktionäre auf etwas härtere Zeiten eingestimmt. In den nächsten Monaten würden die Werbeeinnahmen wahrscheinlich deutlich langsamer zulegen werden als bisher, teilte der Konzern mit. Finanzchef David Wehner stellte die Investoren zudem auf höhere Ausgaben ein, die das Ergebnis belasten dürften. Die Kosten dürften demnach in diesem Jahr 40 bis 50 Prozent zulegen verglichen mit 2016.

Mit dem enttäuschenden Ausblick verprellte das US-Unternehmen die Anleger: Im nachbörslichen Handel am Mittwoch fiel die Facebook-Aktie um 2,4 Prozent auf 148,1 Dollar. Am Dienstag hatte das Papier auf einem Allzeithoch von 153,6 Dollar geschlossen.

Werbung ist Haupteinnahmequelle

Dabei hat das Jahr für Facebook gut angefangen: Das weltgrößte Online-Netzwerk verdiente im vergangenen Quartal 3,06 Milliarden Dollar – rund 77 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Der Umsatz stieg um 49 Prozent auf 8,03 Milliarden Dollar, wie der Konzern nach US-Börsenschluss am Mittwoch mitteilte. Facebook gewann in den vergangenen drei Monaten 80 Millionen Nutzer und kommt jetzt auf 1,94 Milliarden monatlich aktive Mitglieder. Rund 1,28 Milliarden Nutzer griffen zuletzt sogar täglich auf die Plattform zu.

Die Erlöse gehen fast völlig auf Werbeeinnahmen zurück, die Facebook inzwischen zu 85 Prozent mit Reklame auf Smartphones und Tablets erzielt. Bereits im November hatte das Management aber von einer Verlangsamung des Wachstums gewarnt, weil das Unternehmen den Nutzern nicht unbegrenzt Werbeanzeigen zumuten könne.

Manche Investoren haben sich schon seit geraumer Zeit die Frage gestellt, wie lange Facebook in dem Gebiet weiter wachsen kann. Die Werbeerlöse übertrafen dennoch mit 7,86 Milliarden Dollar die Analystenschätzungen, die bei 7,68 Milliarden Dollar lagen.

Gebühren für Anzeigen auf Handys hatten auch beim Internet-Riesen Google die Kassen klingeln lassen. Der Mutterkonzern Alphabet wies einen Umsatzsprung von rund 22 Prozent auf 24,75 Milliarden Dollar im ersten Quartal aus. Der Nettogewinn schoss sogar überraschend kräftig um 29 Prozent auf 5,4 Milliarden Dollar in die Höhe.

(REU)
 
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