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  Foto: AP, Tourismusbüro Queensland
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Neue Studie: Fachkräfte wandern aus

zuletzt aktualisiert: 24.06.2008 - 22:08

Berlin/Düsseldorf (RPO). Immer mehr Deutsche kehren ihrem Heimatland den Rücken. Allein 161.000 wanderten im vergangenen Jahr aus. Besonders dramatisch ist das berufliche Profil: der Großteil der Emigranten ist hochqualifiziert, wie eine aktuelle Studie herausfand. Gut zwei Drittel der Befragten erwarteten sich vom Gang ins Ausland bessere Berufs- und Einkommensperspektiven.  

Unter den Auswanderern sei die "Crème de la Crème unserer Elite" gewesen, sagt Walther Otremba, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. Wer als Fach- und Führungskraft in der Wirtschaft ins Ausland geht, war der Studie zufolge bereits in Deutschland beruflich erfolgreich. Demnach streben gerade diejenigen bessere Lebensverhältnisse im Ausland an, die bereits in Deutschland überdurchschnittlich gut verdienen - und setzen dabei auf ein höheres Einkommen und niedrigere Steuern. Anders ist es bei Wissenschaftlern: Diese gaben in der Prognos-Befragung als Hauptgrund für das Auswandern die schlechte Einkommens- und Beschäftigungssituation in Deutschland an.

Fach- und Führungskräfte, die aus Deutschland auswandern, leben laut Befragung seit durchschnittlich sechs Jahren im Ausland, sind mit 63 Prozent überwiegend männlich und zu 84 Prozent Aakdemiker. Gut ein Fünftel der Befragten arbeiten in einem naturwissenschaftlich-technischen Feld und damit in Berufen, die hierzulande schon heute vom Fachkräftemangel betroffen sind. Befragt wurden 1410 Fach- und Führungskräfte aus Wirtschaft und Wissenschaft, die dauerhaft im Ausland leben.

Auswanderungswillige oder Ausgewanderte kritisierten bei der Befragung die zu hohe Belastung durch Steuern und Abgaben sowie zuviel Bürokratie. Fach- und Führungskräfte aus der Wirtschaft gaben an, erst dann wieder nach Deutschland zurückkehren zu wollen, wenn sich die Einkommens-, Steuer- und Abgabensituation hierzulande veränder. Stärker ausgeprägt war der Wunsch zur Rückkehr bei Wissenschaftlern und Forschern.

Im vergangenen Jahr zogen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes rund 161.000 Deutsche ins Ausland - das sind soviel Menschen, wie Osnabrück Einwohner hat. Es ist die höchste Auswandererzahl seit 1954.


 
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