Hypothekenbetrug in den USA: FBI nimmt über 400 Personen fest
zuletzt aktualisiert: 19.06.2008 - 19:31Washington (RPO). Die US-Bundespolizei FBI hat seit März in den USA mehr als 400 Personen wegen Betrugs mit Hypotheken festgenommen. Das FBI bezifferte den Schaden für Hausbesitzer und Kreditnehmer, die Opfer der Betrügereien wurden, auf mehr als eine Milliarde Dollar.
Die Betrugsfälle hätten mit zur Krise bei den Hypotheken beigetragen. Allein in den vergangenen beiden Tagen seien es Dutzende Festnahmen gewesen, teilte am Donnerstag das US-Justizministerium mit.
"Hypothekenbetrug und der damit in Zusammenhang stehende Anlagebetrug ist eine große Gefahr für unsere Wirtschaft, die Stabilität des Wohnungsmarktes und den Seelenfrieden von Millionen Amerikanern", erklärte der stellvertretende Justizminister Mark Filip am Donnerstag. Laut FBI wurden seit 1. März in 144 Betrugsfällen 406 Personen festgenommen. Allein am Mittwoch habe es 60 Festnahmen gegeben, unter anderem in Chicago, Miami, Houston und in Dutzenden weiteren Regionen.
Davon unabhängig wurden am Donnerstag auch zwei frühere Manager der Investmentbank Bear Stearns in New York angeklagt. Es sind die ersten Manager, denen Straftaten im Zusammenhang mit der Immobilienkrise vorgeworfen werden.
Banken haben im vergangenen Jahr fast 53.000 Fälle von mutmaßlichem Hypothekenbetrugs gemeldet nach mehr als 37.000 Fällen ein Jahr zuvor. Das ist ungefähr das Zehnfache des Niveaus von 2001 und 2002, wie das Finanzministerium mitteilte.
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