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Machtkampf bei VW
Piëch gegen Winterkorn: Treffen in den kommenden Tagen

Ferdinand Piëch gegen Martin Winterkorn: Machtkampf bei Volkswagen
Wolfgang Porsche (links), der Aufsichtsratsvorsitzende des Stuttgarter Sportwagenherstellers Porsche Holding und VW-Aufsichtsrat Ferdinand Piech. FOTO: dpa, bwe fdt tmk
Düsseldorf . Im Machtkampf bei Volkswagen werden sich Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch und Vorstandschef Martin Winterkorn dem "Handelsblatt" zufolge bald an einen Tisch setzen.

In den kommenden Tagen solle es ein routinemäßiges Treffen zwischen den beiden Managern geben, berichtete das Blatt am Montag. Zudem sei in den kommenden Tagen ein Treffen der Familien Piëch und Porsche geplant.

Piëch hat für große Aufregung bei Volkswagen gesorgt, weil er dem "Spiegel" über den bislang als seinen engen Vertrauten geltenden Winterkorn sagte: "Ich bin auf Distanz zu Winterkorn." Der 77-jährige Aufsichtsratschef will sich nach seinen bisherigen Plänen in zwei Jahren zurückziehen, bislang galt der seit 2007 an der VW-Spitze stehende Winterkorn als sicherer Nachfolger.

"Mit uns wird es keine weiteren Diskussionen geben"

Volkswagen gehört mehrheitlich den Familien Piëch und Porsche. Im 20-köpfigen Aufsichtsrat haben sie aber keine eigene Mehrheit und sind etwa auf Unterstützung des Landes Niedersachsen als Großaktionär angewiesen. Für seinen Vorstoß bekam Piëch allerdings auch von der Familie Porsche keine öffentliche Unterstützung. VW-Aufsichtsrat Wolfgang Porsche hatte am Sonntag Piëchs Machtspiele kritisiert.

VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh rief zur Beilegung des Streits auf. "Wir plädieren dafür, dass wir uns nun wieder dem Unternehmen und seinen 600.000 Beschäftigten zuwenden und weiter am Erfolg arbeiten, statt Debatten zu führen, die nur die Zeitungsseiten füllen", sagte er dem "Handelsblatt". "Mit uns wird es keine weiteren Diskussionen über Personen und Funktionen geben."

(AFP)
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