Bei Kleinstwagen: Fiat und Ford kooperieren
zuletzt aktualisiert: 09.09.2005 - 12:43Turin (rpo). Fiat und Ford haben sich auf eine Zusammenarbeit geeinigt: Die Entwicklung werde auf der Plattform des Fiat-Modells Panda basieren, sagte eine Fiat-Firmensprecherin. Die Zusammenarbeit sei für ein einzelnes Produkt vereinbart worden.
Beide Unternehmen hätten eine Absichtserklärung unterzeichnet, sagte ein Fiat-Sprecher. Geprüft würden Kooperationsmöglichkeiten zur Verringerung der Entwicklungskosten für die Nachfolgemodelle Ford Ka und Fiat Cinquecento. Das Erscheinungsbild beider Fahrzeuge werde aber auch bei einer gemeinsamen Entwicklung unterschiedlich ausfallen, betonte der Sprecher.
Fiat Auto will den Angaben zufolge zwischen 2005 und 2008 rund zehn Milliarden Euro in 20 neue Modelle investieren. Die Automobilsparte, die rund 40 Prozent des gesamten Konzernumsatzes erwirtschaftet, schreibt seit 2000 rote Zahlen. Sie will 2007 in die Gewinnzone zurückkehren.
Mitte Februar war eine im Jahr 2000 geschlossene Allianz zwischen Fiat und dem weltgrößten Autohersteller General Motors (GM) endgültig zerbrochen. Nach lang anhaltendem Streit um eine zu Beginn vereinbarte GM-Kaufoption für die restlichen Anteile der hoch verschuldeten und defizitären Fiat-Autosparte kaufte sich der US-Konzern mit 1,55 Milliarden Euro von Fiat frei.
Der Turiner Konzern verzichtete auf die Option, die Sparte an GM zu verkaufen und GM gab die verbliebenen zehn Prozent Anteile an der Autosparte zurück. Die gesamte Transaktion soll das GM-Ergebnis mit 840 Millionen US-Dollar (653 Millionen Euro) belasten, hieß es damals.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum
