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Studie: Finanzkrise kostet jeden Bürger 3000 Euro

zuletzt aktualisiert: 11.09.2009 - 18:38

Berlin (RPO). Die Finanzkrise kostet einer Studie zufolge jeden Bundesbürger etwa 3000 Euro. Die durch die Finanzkrise ausgelöste schwere Rezession werde Deutschland bis Ende kommenden Jahres rund eine Viertel Billion Euro an sogenannten Wohlstandsverlusten kosten.

Dies berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf eine Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW). "Der Abschwung war außergewöhnlich scharf, ohne die Finanzkrise wäre es bei weitem nicht so schlimm gekommen", sagte DIW-Konjunkturexperte Stefan Kooths der Zeitung.

Die Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers am 15. September 2008 gilt als Auslöser des schwersten weltweiten Konjunktureinbruchs seit Jahrzehnten. Der Kollaps einer anderen international vernetzten Bank hätte Kooths Einschätzung zufolge aber wohl denselben Effekt gehabt.

"Es hätte vermutlich ohnehin eine milde Rezession gegeben", sagte er. In diesem Fall wäre die deutsche Wirtschaft 2009 noch schwach gewachsen und 2010 möglicherweise leicht geschrumpft. Die 250 Milliarden Euro, die dem Land durch die Krise entgehen, nannte Kooths "eine enorme Summe, ein großer Verlust in puncto Lebensstandard".

Quelle: DDP/felt

 
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