| 15.10 Uhr

67.000 Beschäftigte nehmen Teil
Flächendeckende Streiks am Mittwoch angekündigt

Düsseldorf (RPO). In Nordrhein-Westfalen wird es am Mittwoch zu flächendeckenden Warnstreiks im öffentlichen Dienst kommen. Nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi seien unter anderem der öffentliche Nahverkehr, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, die Müllabfuhr, Müllverbrennungsanlagen, Sparkassen, Altenpflegeeinrichtungen, Theater, Stadtverwaltungen, Schleusen, Arbeitsagenturen und Politessen betroffen.

Ein Sprecher rechnete am Montag in Düsseldorf mit einer Beteiligung von über 67.000 Beschäftigten in NRW.

"Dies ist die letzte und eindringliche Warnung an die Arbeitgeber, am Donnerstag ein seriöses Angebot vorzulegen", sagte Verdi-Sprecher Günter Isemeyer. Die fünfte Runde der Tarifverhandlungen findet am Donnerstag (6. März) in Potsdam statt.

Der öffentliche Personennahverkehr der Kommunen in NRW wird nach Einschätzung der Gewerkschaft am Mittwoch fast flächendeckend zum Erliegen kommen. Busse und Bahnen sollen bei Schichtbeginn in der Nacht in den Depots bleiben. Verdi rief die Bevölkerung auf, wie beim letzten Warnstreik Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf andere Verkehrsmittel umzusteigen.

Die Warnstreiks in den kommunalen Kindertagesstätten seien langfristig angekündigt, um den Städten Gelegenheit zu geben, Notgruppen einzurichten. Einzelheiten könnten bei den jeweiligen Stadtverwaltungen erfragt werden, hieß es.

In allen größeren Städten und Regionen des Landes finden am Mittwoch Demonstrationen und Kundgebungen statt. In Düsseldorf wird einen Tag vor den Verhandlungen der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske sprechen, in Köln die ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt.

Auch in Berlin wird gestreikt

Von Mittwoch an wollen zudem die Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) unbefristet die Arbeit niederlegen. Busse und Bahnen würden ab 3 Uhr nicht mehr fahren, sagte Verdi-Verhandlungsführer Frank Bäsler am Montag. In den Technikbereichen beginne der Streik bereits mit dem Ende der Spätschicht am Dienstag um 22 Uhr. Dies habe die große Tarifkommission nach der erfolgreichen Urabstimmung bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) entschieden.

(afp)
 
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