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Fluglotsen Streik panorama, AP 2011-0803
  Foto: AP, dapd
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Lufthansa prüft Schadensersatz: Flugverkehr läuft nach abgesagtem Streik planmäßig

zuletzt aktualisiert: 09.08.2011 - 13:19

Frankfurt/Main (RPO). Nach dem in letzter Minute abgewendeten Fluglotsen-Streik haben die Airlines am Dienstag ihre Flüge planmäßig abgewickelt. "Es läuft völlig reibungslos", sagte ein Sprecher der Deutschen Lufthansa. In der Vorbereitung auf den Streik seien lediglich vereinzelt Flüge verlegt worden, worüber die Passagiere informiert worden seien.

Keine großen Probleme gab es an den Flughäfen. Am Frankfurter Flughafen seien lediglich einige Maschinen früher gestartet, sagte ein Sprecher. Vor allem Chartergesellschaften hatten bereits am Vorabend beschlossen, ihre Maschinen noch vor dem geplanten Streikbeginn in die Luft zu bringen.

In München musste einem Airport-Sprecher zufolge nur einer Flug der insgesamt 1100 angesetzten Flüge annulliert werden. Auch in Stuttgart laufe der Betrieb normal, sagte ein Flughafensprecher

Auch bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin lief einer Sprecherin zufolge "alles planmäßig". Es habe keine Verspätungen gegeben.

Die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) hatte ursprünglich für Dienstagmorgen zwischen sechs und zwölf Uhr zum Ausstand aufgerufen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) wendete dies in der Nacht zum Dienstag ab, indem sie ein Schlichtungsverfahren anrief.

Ärger mit Lufthansa?

Damit herrscht ab sofort für mindestens vier Wochen Friedenspflicht. Ein Fluglotsenstreik und damit verbundenes Chaos an den Flughäfen während der Sommerferienzeit ist damit ausgeschlossen. Zuvor war die DFS mit dem Versuch gescheitert, den Streik vor Gericht zu verhindern.

Den streikbereiten Fluglotsen droht möglicherweise Ärger mit der Lufthansa. Juristen untersuchen, ob Deutschlands größter Airline Schadenersatz zustehen könnte. Es gehe darum, dass allein schon die Ankündigung eines Streiks zu Verunsicherungen und Problemen bei den Fluggästen geführt habe, sagte ein Konzernsprecher am Dienstag. "Wir prüfen sorgfältig, wie viel Schaden wir hatten."

Bereits nach dem ersten Streik-Anlauf der Fluglotsen in der vergangenen Woche hatte der Dax-Konzern angekündigt, Schadenersatzansprüche zu prüfen.

Während der Schlichtung, die voraussichtlich vier Wochen dauern wird, gilt die sogenannte Friedenspflicht - gestreikt werden darf nicht. Schlichter ist der Münchner Juraprofessor Volker Rieble.

Quelle: AFP/RTR

 
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