Ratingagentur Moody's stuft Autobauer nach unten: Ford-Chef verzichtet auf jegliches Gehalt
zuletzt aktualisiert: 13.05.2005 - 08:30Detroit (rpo). Der Chef des zweitgrößten US-Autobauers Ford verzichtet angesichts der anhaltenden Krisenmeldungen bei seinem Unternehmen bis auf weiteres auf jegliches Gehalt. Der 47-jährige Bill Ford junior, Urenkel von Firmengründer Henry Ford, sagte am Donnerstag in Detroit, er wolle so lange nicht bezahlt werden, bis der für die Vergütung zuständige Verwaltungsratsausschuss feststelle, "dass die Gruppe eine dauerhafte Rentabilität erreicht hat".
Nach Standard and Poor's senkte am Donnerstag auch die Ratingagentur Moody's die Einstufung der Kreditwürdigkeit von Ford. Allerdings blieb sie mit "Baa3" noch eine Stufe über dem "Ramsch"-Status ("junk bond status"), den Standard and Poor's verhängt hatte. Moody's verwies auf die scharfe Konkurrenz auf dem nordamerikanischen Markt.
Es werde dem Unternehmen schwer fallen, seinen Marktanteil zu halten, während sich die Kunden offenbar von den traditionellen Gewinnbringern wie Pick-up-Trucks und sportlichen Geländewagen (SUVs) abwendeten. "Es ist möglich, dass diese Bedingungen innerhalb der nächsten zwölf bis 18 Monate die Kreditqualität von Ford untergraben, was zu einer weiteren Abstufung führen könnte", erklärte die Agentur.
Bill Ford, der das Unternehmen seit 2001 führt, verzichtet schon traditionell auf das ihm als Vorstandschef zustehende Bargehalt von 1,5 Millionen Dollar (1,2 Millionen Euro) pro Jahr. Von nun an wird er auch auf jegliche weitere Bezahlung verzichten, die bisher vor allem in Aktien erfolgte. Im vergangenen Jahr waren dies insgesamt 22 Millionen Dollar. Ein Ford-Sprecher sagte, der Unternehmenschef werde 2005 keinen Cent erhalten, auch für 2006 könne es zu einem Verzicht kommen.
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