Presseberichte: Ford will 29.000 Stellen streichen
zuletzt aktualisiert: 22.01.2006 - 19:23Detroit (rpo). Presseberichten zufolge will der US-Autobauer Ford 29.000 Jobs streichen und zehn Fabriken schließen. Ford wolle das Sparprogramm, das den Stellenabbau beeinhaltet, am Montag offiziell vorstellen, heißt es. Betroffen sind Standorte in den USA, in Kanada und Mexiko.
Im Laufe der kommenden fünf Jahre müssten 25.000 Fabrikarbeiter und 4.000 Führungskräfte bei Ford gehen, berichtete die "Detroit News" in ihrer Sonntagausgabe einen Tag vor der Bekanntgabe des Sparprogrammes durch das Unternehmen. Damit würde Ford seine 120.000 Beschäftigte umfassende US-Belegschaft um ein Viertel verringern. Als die am meisten gefährdeten Fabriken gelten Atlanta, Minneapolis, St. Louis, Wixom (alle USA) sowie St. Thomas in Kanada und Cuautitlan in Mexiko.
Die Sparpläne machten ihn "traurig", aber sie müssten umgesetzt werden, sagte Unternehmenschef Bill Ford dem "Time"-Magazin. "Mein Ziel ist es, Toyota und jeden sonst zu bekämpfen und an der Spitze zu landen." Dafür wolle Ford mehr Wagen mit den umweltfreundlicheren Hybrid-Motoren sowie gewagteren Designs entwickeln.
Die geplanten Änderungen seien risikoreich, räumte Ford ein, doch stellte die bisherige Entwicklung bei Ford das größere Risiko dar. Das traditionsreiche Unternehmen leidet unter den hohen Benzinpreisen und der harten japanischen Konkurrenz auf dem nordamerikanischen Markt.
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