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Höher, fantastischer, teurer: Bis vor kurzem war Dubai vor allem für Superlative bekannt. Das Hotel Burj al Arab rühmt sich eines Sieben-Sterne-Luxus. Der vor der Fertigstellung stehende Burj Dubai ist mit 818 Meter das höchste Gebäude der Welt. Und an der Küste wachsen von Menschenhand errichtete Inseln als neue touristische Höhepunkte in den Golf von Persien. Doch spätestens seit Mitte vergangener Woche kommen Zweifel auf. Hier Fragen und Antworten zum Thema Dubai und die Schuldenkrise:
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Wie hoch ist die Verschuldung von Dubai?
Genaue Zahlen gibt es nicht, da die Herrscherfamilie Al Maktum wenig Einblick in die Staatsfinanzen gewährt. Schätzungen sprechen von mindestens 80 Milliarden Dollar. 60 Milliarden davon sollen allein die Schulden der staatlichen Investment- und Immobilienentwicklungsfirma Dubai World sein. Am Mittwoch erbat Dubai World einen Zahlungsaufschub von sechs Monaten.
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Wie kommen die Schulden zustande?
Dubai hat im Gegensatz zum Nachbarn und führenden Mitglied der Vereinigten Arabischen Emirate, Abu Dhabi, kaum noch Erdöl. Deshalb versucht sich das Emirat als Tourismuszentrum in der Region am Persischen Golf aufzubauen, aber auch Banken und IT-Dienstleister dort zusammenzuziehen.
Riesige Hotelbauten und noch gigantischere Pläne, Vergnügungsparks, Einkaufszentren und Boutiquen in Luxus und Fülle, nicht zuletzt der für ein arabisches Land relativ liberale Umgang mit Alkohol lockten Reisende in Scharen in das Land. Dubai wurde zu einer Art mittelöstlichen Mischung aus Las Vegas, Disneyland und Wall Street. Der rasante Ausbau des Wüstenstaates wurde allerdings mit Krediten finanziert.
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Wann endete der Boom?
Die vom Zusammenbruch der US-Investmentbank Lehman Brothers ausgelöste Finanzmarktkrise wirkte sich katastrophal auf den Boom in Dubai aus. Ehrgeizige und viele Milliarden Dollar schwere Projekte wie neue Trabantenstädte in der Wüste wurden zunächst einmal vertagt oder ganz aufgegeben. Tausende ausländischer Arbeitskräfte wurden entlassen. Die Immobilienpreise brachen seit Oktober 2008 um 50 Prozent ein.
Seither haben Ratingagenturen mehrere der zahlreichen Staatsfirmen in der Kreditwürdigkeit herabgestuft. Dubai World gehörte bisher aber nicht dazu.
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Wo liegt der Ausweg?
Dubai ist strenggenommen kein Staat für sich, sondern eines von sieben bis zu einem gewissen Grad autonomen Emiraten auf dem Ostzipfel der Arabischen Halbinsel, die 1971 die Vereinigten Arabischen Emirate formten. Führend unter den Emiraten ist Abu Dhabi, dessen Reichtum auf dem weiter sprudelnden Öl beruhen. Dubais Herrscher Scheich Mohammed bis Rashid al Maktum hat erst Mitte November die engen Bindungen zu Abu Dhabi unterstrichen.
Das Emirat ist Dubai zudem schon früher durch den Ankauf von Anleihen zur Seite gesprungen. Seit Oktober 2008 garantiert die Zentralbank der Emirate zudem die Einlagen bei Banken in Dubai. Analysten geben allerdings zu bedenken, dass Abu Dhabi sich weitere Hilfe möglicherweise auch durch politische Zugeständnisse werde abhandeln lassen.
Dubai könnte allerdings auch einige profitable Staatsfirmen verkaufen. Dazu gehören die Fluggesellschaft Emirates und der weltweit tätige Hafenbetreiber DP World.
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Inwieweit sind europäische Finanzmärkte betroffen?
Nach Angaben aus Finanzkreisen sind westliche Banken nur geringfügig betroffen, da Dubai seine Schulden weit überwiegend bei arabischen Banken hat. Goldman-Sachs-Analysten sehen die britische HSBC als einen der größten westlichen Gläubiger - mit weniger als 700 Millionen Dollar.
Allerdings bringt die Dubai-Krise wieder Unruhe und Zweifel in die Stabilität der Finanzmärkte, die sich gerade von der größten Rezession seit den 30-er Jahren des vorigen Jahrhunderts zu erholen scheinen.