Reaktion auf sinkenden Marktanteil: Franz fordert Opel-Vertrieb auch in USA
zuletzt aktualisiert: 29.03.2005 - 12:40Rüsselsheim (rpo). Opel-Betriebsratschef Klaus Franz will die Fahrzeuge des Rüsselsheimer Autoherstellers künftig auch in Nordamerika anbieten. Dadurch könne der Mutterkonzern General Motors ein weiteres Absinken seines Marktanteils in den USA verhindern, erklärte Franz. General Motors sei nicht gezwungen, Toyota oder den Koreanern den Markt zu überlassen.
Der Vorsitzende des Opel-Gesamtbetriebsrats machte für den rückläufigen Marktanteil von General Motors ein verändertes Kaufverhalten der US-Bürger verantwortlich. Die amerikanischen Autofahrer wollten heute qualitativ hochwertige und sparsame Automobile fahren. Diese Kundenwünsche könnten die Opel-Fahrzeuge befriedigen.
Franz verwies auf die Wechselkursproblematik durch den teueren Euro. Die Währungsnachteile für europäische Fahrzeuge auf dem US-Markt seien aber geringer als die Rabatte von bis zu 5.000 US-Dollar pro Fahrzeug, die GM derzeit gewähren müsse. Zwar sei nicht auszuschließen, dass Opel den US-amerikanischen GM-Marken zusätzliche Konkurrenz mache, sagte der Betriebsratschef: "Mir ist es aber lieber, das Geld bleibt im Konzern als wenn es zu Toyota fließt."
Der Arbeitnehmervertreter forderte die Konzernleitung zudem auf, die Marke Opel weltweit zu etablieren. Opel-Fahrzeuge werden derzeit in Südamerika unter dem Markennamen Chevrolet und in Australien als Holden verkauft. Der nordamerikanische Markt ist für Opel komplett gesperrt.
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