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Kommentar zur Energiepolitik: Freier Markt hilft den Gaskunden

VON THORSTEN BREITKOPF - zuletzt aktualisiert: 19.08.2010 - 06:54

(RP). Wenn früher ein Brief von den Stadtwerken kam, der mal wieder eine Erhöhung der Erdgaspreise in Aussicht stellte, war das wie eine Steuererhöhung. Widerspruch zwecklos. Dem höheren Preis auszuweichen, war nur durch Umzug – oder eine kalte Wohnung möglich. Am 1. Oktober 2006 wurde alles anders.

Seither ist der Gasmarkt fast so liberal wie jeder andere Markt auch. Erhöht einer die Preise, sucht sich der Kunde einfach einen anderen Anbieter. Fertig.

Jetzt will Wirtschaftsminister Rainer Brüderle den Gasmarkt noch freier machen. Die Verordnung soll es mehr Anbietern ermöglichen, in Konkurrenz zu RWE, Eon und Co. zu treten. Das ist eine gute Entscheidung. Jeder BWL-Student lernt im ersten Semester: Je mehr Anbieter auf einem Markt ihre Ware feilbieten, desto günstiger wird tendenziell der Preis. Die Politik hat also diesmal ihren Teil getan.

Nun aber ist jeder Verbraucher selbst gefordert, die Chance zu ergreifen und bares Geld zu sparen. Bislang hat nur jeder zwölfte Deutsche seinen Gasanbieter gewechselt. Doch nur, wenn viele Millionen Gaskunden auf die Preiserhöhungen ihrer Versorger reagieren und zur preiswerten Konkurrenz wechseln, werden die Konzerne auch mit günstigen Angeboten um ihre Kunden buhlen. Der freie Markt ist da – jetzt müssen die Bürger ihn auch nutzen.

Quelle: RP

 
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