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Gas Panorama, AP 2009-0824
  Foto: AP, AP
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Verbraucherportale: Gas und Strom werden wieder teurer

zuletzt aktualisiert: 25.11.2009 - 14:34

Düsseldorf (RPO). Schlechte Nachrichten für die Verbraucher: Gas und Strom werden offenbar zum Jahreswechsel für Millionen Verbraucher teurer. Mehrere Verbraucher- und Vergleichsportale berichten über die Preiserhöhungen.

Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Marktübersicht des Verbraucherportals Check24 werden mindestens 98 Stromversorger und 47 Gasversorger zum 1. Januar ihre Preise erhöhen. Das Verbraucherportal toptarif.de zählt sogar rund 70 Gasversorger, die Preisanhebungen planen. Strom soll demnach um bis zu 16,3 Prozent teurer werden, Gas um bis zu 12 Prozent.

Für einen Musterhaushalt summiere sich die Mehrbelastung durchschnittlich auf jeweils rund 60 Euro bei Strom und Gas, berichteten die Experten. Doch lohnt sich für Verbraucher ein Preisvergleich. Denn laut Check24 gibt es auch 26 Stromversorger und 33 Gasversorger, die die Preise zum Jahreswechsel senken. Toptarif.de kommt sogar auf 43 Gasversorger, die den Rotstift ansetzen.

Trendwende beim Gaspreis

Vor allem beim Gas signalisieren die Flut der Preiserhöhungen nach Ansicht der Marktbeobachter eine Trendwende. Erstmals seit Jahresbeginn hätten wieder mehr Gasversorger Preiserhöhungen als Preissenkungen ankündigt, betonte Check24.

Der Hintergrund: Der Gaspreis ist - mit einer Verzögerung von rund sechs Monaten - an den Ölpreis gekoppelt und Mineralöl hat sich seit März 2009 wieder deutlich verteuert. Allerdings profitierten die inländischen Gaskunden derzeit noch von der andauernden Schwäche des Dollars. Dies dämpfe den Preisanstieg, hieß es.

Auch "BILD"-Zeitung verkauft jetzt Gas

Wie sich die Gaspreise 2010 entwickeln, ist nach Einschätzung der Experten von toptarif.de völlig offen. Zwar sei wegen der Ölpreisbindung eigentlich mit einem flächendeckenden Anstieg der Gaspreise ab April 2010 zu rechnen. Doch schließen die Experten von toptarif.de nicht aus, dass die umstrittene Preisklausel im kommenden Jahr kippt. Wegen des derzeitigen Überangebots an Gas im europäischen könnten dann die Preise für die rund 20 Millionen deutschen Haushalte mit Gasbezug spürbar fallen, spekulierten die Experten.

Zusätzlichen Schwung in den Preiskampf auf dem Gasmarkt könnte außerdem ein neuer Wettbewerber bringen. Denn ab sofort bietet auch die "BILD"-Zeitung Gas an. Das Blatt warb am Mittwoch auf der ersten Seite mit der Schlagzeile "Mit dem Bild-Gastarif 250 Euro pro Jahr sparen!". "BILD" arbeitet dabei mit der mittelständischen Unternehmensgruppe GETEC Energie AG zusammen.

Quelle: AP/felt

 
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