Nachspiel: Gasprom-Sprecher droht Klage aus der Ukraine
zuletzt aktualisiert: 05.01.2006 - 12:22Kiew (AFP). Russland hat den Gashahn für die Ukraine wieder aufgedreht, ein Ende des Streits ist jedoch noch nicht in Sicht. Der Sprecher des russischen Unternehmens muss sich demnächst wohl vor Gericht verantworten. Der ukrainische Gaskonzern Naftogas hat Sergej Kuprijanow mit einer Klage wegen des Vowurfs des Diebstahls gedroht.
Derzeit würden entsprechende Briefe mit dem Gasprom-Sprecher ausgetauscht und "ich schließe nicht aus, dass diese Korrespondenz vor Gericht landet", sagte Naftogas-Chef Olexi Iwtschenko dem Fernsehsendet Kanal 5. Kuprijanow hatte auf dem Höhepunkt des Gasstreits zwischen Russland und der Ukraine dem Nachbarland vorgeworfen, eigentlich für Europa bestimmtes Gas zu stehlen.
Nach dem vorübergehenden Stopp der russischen Gasexporte in die Ukraine waren zeitweise auch in Europa die Liefermengen zurückgegangen. Der überwiegende Teil der russischen Gaslieferungen nach Europa läuft durch Leitungen in der Ukraine. Der Streit um die Gaslieferungen war in der Nacht zu Mittwoch beigelegt worden.
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