Nordrhein-Westfalen: Gastronomie leidet unter Wirtschaftskrise
zuletzt aktualisiert: 30.11.2009 - 19:49Düsseldorf (RPO). Die Hotel- und Gaststättenbetriebe in Nordrhein-Westfalen leiden weiter unter der Wirtschaftskrise. In dem am Montag in Düsseldorf veröffentlichten NRW-Konjunkturbericht des Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) verzeichnete fast die Hälfte der befragten 184 Gastronomen zwischen April und Oktober weniger Gäste als noch im Vorjahr. Bei 60 Prozent sanken die Erträge.
"Viele Inhaber gerade kleinerer und mittlerer Betriebe haben mittlerweile das Geschäft sieben Tage die Woche geöffnet und stehen selbst im Laden. Es geht betriebswirtschaftlich nicht mehr anders", erläuterte der Präsident des Dehoga Nordrhein-Westfalen, Olaf Offers. Weniger Gäste, weniger Umsatz pro Kopf sowie weniger Geschäftsessen führten zu einer unbefriedigenden Gesamtsituation.
Neben den gesunkenen Gäste- und Umsatzzahlen schmelzen die Erträge zudem durch hohe Energie- und Betriebskosten sowie Steuern und Sozialabgaben zusammen. Hingegen wird das Rauchverbot immer weniger als Problem empfunden.
Prognose leicht steigend
Die Prognose für die nächsten Monate sieht etwas positiver aus: 34,5 Prozent der befragten Gastronomen erwarten mehr Umsatz und 47,7 Prozent mehr Gäste und das bei überwiegend gleich bleibenden Preisen.
Angespannt ist die Lage auch in der nordrhein-westfälischen Hotellerie. Hier berichteten lediglich 18,1 Prozent der befragten 229 Hoteliers von höheren Umsätzen. Der verschärfte Wettbewerb um eine angemessene Zimmerauslastung ließ in 35,8 Prozent der Betriebe die Preise sinken, hieß es weiter.
Wenig optimistisch gestimmt ging die Branche in die Wintersaison. Rund jeder dritte befragte Betrieb geht davon aus, dass sich Auslastungen, Preise und Umsätze noch ungünstiger entwickeln werden. 43,7 Prozent prophezeien gleich bleibende Geschäfte auf ähnlich schwachem Niveau.
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