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Öllieferstopp Russland Ukraine Panorama, AP 2009-1228
  Foto: AP, AP
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Eiseskälte erhöht den Gasbedarf: Gazprom drosselt Lieferung in die EU

zuletzt aktualisiert: 03.02.2012 - 16:12

Brüssel (RPO). Mitten in der Kältwelle fährt der russische Energiekonzern Gazprom seine Gaslieferungen in die Europäische Union zurück. Die Russen erklären, dass der Bedarf im eigenen Land bedingt durch das Wetter extrem gestiegegen sei. Die Drosselung stünde im Einklang mit den bestehenden Verträgen. Auch Deutschland ist betroffen.

Betroffen seien die acht Länder Polen, Österreich, Italien, Ungarn, Bulgarien, Rumänien, Griechenland und die Slowakei, sagte eine Sprecherin von EU-Energiekommissar Günther Oettinger am Freitag in Brüssel. Alle Länder hätten jedoch versichert, dass vorerst keine Engpässe drohten.

Russland habe mitgeteilt, wegen der starken Kälte selbst mehr Gas zu benötigen, und die Verträge zwischen Gazprom und den europäischen Abnehmern sähen für derartige Fälle eine "gewisse Flexibilität" vor, fügte die Sprecherin hinzu. Besonders betroffen sind nach Kommissionsangaben Italien mit einem Rückgang der Gaslieferungen um 24 Prozent und Österreich mit einem Rückgang um 30 Prozent.

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Auch Deutschland ist betroffen: Gazprom habe die Lieferung um ein Drittel reduziert, teilte ein E.on-Sprecher auf FOCUS-Online-Nachfrage mit. Er betonte aber, dass sich die Kunden keine Sorgen machen müssten. Die Gasspeicher seien gut gefüllt. RWE berichtete ebenfalls von einem Rückgang.
 

Auch Deutschland ist einem Medienbericht zufolge betroffen: Gazprom habe die Lieferung um ein Drittel reduziert, teilte ein Eon-Sprecher laut "Focus Online" mit. Verbraucher sollen sich aber keine Sorgen machen. Die Speicher seien voll. RWE berichtete ebenfalls von einem Rückgang.

Noch vor zwei Tagen hatte Gazprom erklärt, alle Pipeline seien voll ausgelastet. Über die Jamal-Europa-Pipeline von Russland über Weißrussland und Polen nach Deutschland seien seit Mitte vergangener Woche 20 Prozent mehr Gas gepumpt worden, teilte Gazprom mit.

Auch die in die Türkei führende Gaspipeline "Blauer Strom" werde auf Hochtouren betrieben. Die Agentur Interfax hatte gemeldet, dass zehn Prozent weniger Gas durch die Jamal-Europa-Pipeline geflossen seien als zuvor.

Russlands größter Gaskonzern erzielte in den ersten neun Monaten 2011 - auch wegen Lieferausfällen infolge des libyschen Bürgerkriegs - fast eine Billion Rubel (etwa 25 Mrd Euro) Gewinn.

Der Energieriese erzielte zwischen Januar und September 2011 einen Überschuss von 940,8 Milliarden Rubel, 40,7 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Medien zufolge profitierte der Staatskonzern von Exportrückgängen wegen der instabilen Lage in der arabischen Welt.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sei um 38,1 Prozent auf 1173,8 Milliarden Rubel und der Umsatz um 31,1 Prozent auf 3296,6 Milliarden Rubel gewachsen, hieß es. Allerdings ging der Netto-Gewinn im dritten Quartal wegen des warmen Sommers und der gesunkenen Gas-Nachfrage in Europa um 4,4 Prozent zurück. 2011 förderte Gazprom 513 Milliarden Kubikmeter Gas.

Zugleich nahmen die Reserven des Konzerns dank geologischen Erkundungen um 686,4 Milliarden Kubikmeter zu.

Quelle: AFP

 
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