Wegen Börsengang: GDL zieht gegen Bahn vor Gericht
zuletzt aktualisiert: 27.08.2008 - 18:45München (RPO). Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) hat die Deutsche Bahn erneut vor Gericht gezerrt. Die GDL wirft der Bahn vor, sie wolle mit dem Börsengang die Mitbestimmung im Konzern aushebeln.
Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". GDL-Chef Claus Weselsky sagte der Zeitung, Bahnchef Hartmut Mehdorn wolle es 165.000 seiner Beschäftigten verwehren, im Aufsichtsrat der an die Börse gehenden DB Mobility Logistics AG vertreten zu sein.
Bei der DB Mobility Logistics AG handelt es sich um diejenige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG, die wiederum über mehrere andere Töchter den Güter-, Regional- und Fernverkehr betreibt. Bei ihr selbst seien nur relativ wenige Mitarbeiter angestellt - die nach Ansicht von GDL-Chef Weselsky "überwiegend der mittleren und oberen Führungsebene zuzuordnen sind", wie die Zeitung schreibt. Auf der Arbeitnehmerbank im Aufsichtsrat der teilprivatisierten AG wären Weselsky zufolge 165 000 weitere Beschäftigte nicht vertreten.
Die Bahn erklärte laut Zeitung, die Beschäftigten der Tochterfirmen von Mobility Logistics müssten nicht ihrer Mutter zugerechnet werden. "Über diese Rechtsauffassung entscheidet jetzt das Gericht", hieß es weiter.
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